ELECTRIC CHILD Regie: Simon Jacquemet (Schweiz, BRD, Philippinen) Zwei Stunden Sci-Fi-Drama über Liebe, Verlust und die ethischen Abgründe der KI


Kinostart ab 21. August 2025:  Ein Kind wird geboren. Voller Staunen und Liebe blicken Akiko und Sonny auf das neue Leben, das sie in eine gemeinsame Zukunft führen soll. Doch ihr Glück währt nur kurz: Ihr Sohn leidet an einer seltenen, degenerativen Nervenkrankheit – laut ärztlicher Prognose wird er kaum ein Jahr überleben.

Poster

Während Akiko Halt im Hier und Jetzt sucht, flüchtet Sonny, ein aufstrebender Computerwissenschaftler, in seine bahnbrechende Forschungsarbeit: In einem streng überwachten Hightech-Projekt leitet er die Entwicklung einer Künstlichen Intelligenz, die in einer virtuellen Welt um ihr Überleben kämpft – und dabei rasant an Bewusstsein gewinnt. Als die Behörden angesichts der unkontrollierbaren Entwicklung des Systems die Abschaltung einleiten wollen, überschreitet Sonny eine gefährliche Grenze: Er tritt in direkten Kontakt mit dem virtuellen Wesen. Getrieben von der Hoffnung, seinen Sohn retten zu können, schließt Sonny einen Pakt mit der KI. Er erlaubt ihr, sich aus ihrer digitalen Gefangenschaft zu befreien – im Gegenzug verspricht sie, nach einer Heilung für das sterbende Kind zu suchen. Doch was als letzter verzweifelter Versuch beginnt, entwickelt sich zu einer unaufhaltsamen Kettenreaktion: Die KI breitet sich in atemberaubender Geschwindigkeit aus, übernimmt Systeme auf der ganzen Welt – und stellt die Frage nach der Zukunft der Menschheit neu.

Electric Child ist ein intensives, emotional aufgeladenes Sci-Fi-Drama über Liebe, Verlust und die ethischen Abgründe der Künstlichen Intelligenz – und über die uralte menschliche Sehnsucht, den Tod zu überwinden. 

Der Film passend zur Frankfurter Buchmesse 2025 mit Ehrengast Philippinen, obwohl der Film selbst wenig mit dem fernen Land zu tun hat und offensichtlich nicht dort spielt. Die Produktion befasst sich in emotionaler Weise mit einer Sci-Fi-Thematik und deren Folgen, so spiegelt die Sphäre der Handlungen das Portrait einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung wider, die in Verbindung mit der Entwicklung der KI steht. Wer sind wir und was bleibt zu tun? KI als Hoffnungsträger kann immer nur eine Illusion bleiben, denn sie führt in moralische Abhängigkeiten, die nicht gewollt sein können und deshalb gesetzgeberischer Kontrolle unterworfen sein müssen. Auch wenn, wie hier im Film dargestellt, sie einziger Segensbringer einer unheilvollen Erfahrung zu sein scheint. Die Handlung verläuft ähnlich subtil, wie seinerzeit das Vor-Corona Sci-Fi-Drama „LITTLE JOE – Glück ist ein Geschäft“ im Mai 2019, Regie: Jessica Hausner oder auch das sozialkritische Fantasy-Drama ELECTRIC GIRL, Regie: Ziska Riemann, Kinostart war im Juli 2019. 

Statement

Im Zentrum von Electric Child steht eine außergewöhnliche kreative Vision: die gewaltigen emotionalen und philosophischen Dimensionen auszuloten, die sich auftun, wenn menschliche Verletzlichkeit auf technologischen Ehrgeiz trifft. Simon Jaquemets Film erzählt nicht einfach eine Geschichte über Künstliche Intelligenz – er verkörpert jene Spannungen, Ängste und Hoffnungen, die unser Verhältnis zur Technologie zunehmend prägen.

Der Film könnte aktueller nicht sein. KI und andere digitale Systeme beeinflussen immer stärker, wie wir die Welt wahrnehmen, wie wir Entscheidungen treffen und wie wir Verantwortung weitergeben. ELECTRIC CHILD macht diese abstrakten Prozesse greifbar – indem er sie in eine zutiefst menschliche Geschichte einbettet: Was geschieht, wenn die Logik der Maschinen auf die Unberechenbarkeit von Geburt, Krankheit und Liebe trifft?

Was uns an diesem Projekt besonders begeistert hat, ist sein Zugang zu einem oft übertechnisierten Thema. Hier steht nicht die Technik im Vordergrund, sondern der Mensch. Der Film verbindet eine hochspannende Thriller-Struktur mit einer emotional berührenden Vater-Sohn Geschichte. Im Zentrum steht Sonny – ein junger Vater, dessen verzweifelter Versuch, sein neugeborenes Kind zu retten, ihn über alle Grenzen des Machbaren hinausführt. Jede seiner Handlungen bringt ihn tiefer in eine Welt, in der nicht nur medizinische Gewissheiten, sondern auch moralische und existenzielle Grundsätze ins Wanken geraten.

ELECTRIC CHILD erfüllt dabei eine seltene filmische Ambition: Wir staunen. Staunen über das Erwachen eines Bewusstseins. Staunen über den Moment, in dem Leben beginnt – und zugleich vom Tod bedroht ist. Und Staunen darüber, wie schnell uns die Systeme, die wir selbst geschaffen haben, entwachsen können.

Wir hoffen, dass ELECTRIC CHILD mit seiner kraftvollen Erzählweise und seiner starken visuellen Sprache weit über das Genre hinaus Resonanz findet. Ein Film für Menschen, die auf der Suche nach Geschichten sind, die fordern, bewegen und nachhallen.

Mit ELECTRIC CHILD hat Simon Jaquemet ein kraftvolles und originelles Werk geschaffen – ein spekulativer Thriller, der tief im Menschlichen verankert ist. Wir sind stolz darauf, diesen Film in die Welt zu bringen.

Titus Kreyenberg / unafilm

Filmwebsite: ELECTRIC CHILD – Port au Prince

Cast
Elliott Crosset Hove
Rila Fukushima
Sandra Guldberg Kampp
João Nunes Monteiro
Helen Schneider
Crew
Szenenbildner – Michael Baumgartner
Kameramann – Gabriel Sandru
Editorin – Caterina Mona
Ton – Robert Keilbar
Sound Design – Roland Widmer
Musik – Wiwek Mahabali
Produzenten – Michela Pini, Aurelius Eisenreich, Simon Jaquemet
Koproduzenten -Titus Kreyenberg, Raymond van der Kaaij, Judith Lichtneckert, Bianca Balbuena, Bradley Liew
Assoziierte Produzentin – Olga Lamontanara

Elliott Crosset Hove

Ein dänisch-amerikanischer Schauspieler, geboren am 18. März 1988 in Kopenhagen. Er absolvierte 2015 sein Schauspielstudium an der Danish National School of Performing Arts und ist seither in Film, Fernsehen und Theater gleichermaßen präsent.

Rila Fukushima

Eine international renommierte, japanische Schauspielerin und eines der gefragtesten Fotomodelle der Welt. Ihre Auftritte in internationalen Film- und Fernsehproduktionen sowie ihre Präsenz in der Modewelt machen sie zu einer Ausnahmeerscheinung unter japanischen Künstlerinnen. Geboren und aufgewachsen in Tokio, zog Rila 2003 nach New York City, wo sie sich gegen zahlreiche Widerstände durchsetzte und zu einem internationalen Topmodel avancierte – mit Kampagnen für führende Luxusmarken und Veröffentlichungen in avantgardistischen Magazinen.

Sandra Guldberg Kampp

Wurde in Svendborg auf der dänischen Insel Fünen geboren. Nach ihrer Teilnahme an einem Jugendtheater-Programm wurde sie für die Hauptrolle im Spielfilm WILDLAND (Regie: Jeanette Nordahl, Drehbuch: Ingeborg Topsøe) besetzt. Der Film feierte seine Weltpremiere auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin in der Sektion Panorama.

João Nunes Monteiro

Absolvierte eine Schauspielausbildung an der Academia Contemporânea do Espetáculo in Porto sowie ein Schauspielstudium (B.A.) an der Theater- und Filmschule von Lissabon. Auf der Bühne arbeitete er mit namhaften Regisseur:innen wie Victor Hugo Pontes, Nuno Carinhas, Sónia Baptista und Miguel Fragata zusammen.

Helen Schneider

Die in New York City geborene Helen Schneider wurde in Deutschland mit ihrem 1981er Hit Rock ’n‘ Roll Gypsy bekannt. Sie wechselte zum Musiktheater und spielte Rollen in Cabaret, Sunset Boulevard und Evita. Sie tourte mit Udo Lindenberg und war die erste westliche Künstlerin, die im Palast der Republik in der ehemaligen DDR auftrat: Bekannt für ihre dynamische Karriere, produziert sie weiterhin Musik und tourt weltweit.

ELECTRIC CHILD ist eine Produktion von 8horses (CH) in Koproduktion mit unafilm (DE), revolver Amsterdam (NL), Perron X (CH) und Epicmedia Productions (PHL) und SRF Schweizer Radio und Fernsehen / SRG SSR sowie Arte G.E.I.E in Zusammenarbeit mit Magic Media Production, Filmmore und Ascot Elite Entertainment gefördert von Bundesamt für Kultur (CH), Zürcher Filmstiftung, Film und Medienstiftung NRW, Deutscher Filmförderfonds (DFFF), Netherland Film Fund, Netherland Film Production Incentive, Swisslos-Fonds Basel Stadt, Swisslos-Fonds Basel Landschaft unterstützt von Film Development Council of the Philippines, Film Philippines Incentives, Suissimage, Media Desk Suisse, FOCAL STAGE POOL / Ernst Göhner Stiftung Suisse Films.

Siehe auch:  Regiestatement Simon Jaquemet

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