Die HBO-Novelle bringt wichtige Impulse für den Wohnungsbau in Hessen Baurecht


Der Hessische Landtag beschließt Novelle der Hessischen Bauordnung (HBO) im Rahmen des Baupakets I, wobei zahlreiche Anregungen der AKH eingeflossen sind – insbesondere die Stärkung des Bauens im Bestand, die Erleichterung von Dachausbauten und Aufstockungen sowie die vereinfachten Abweichungen nach § 73 HBO zur Förderung des Gebäudetyps E.

„Mit der HBO-Novelle werden wichtige Schritte unternommen, um den Wohnungsbau in Hessen schneller, einfacher und zugleich flexibler zu machen“, erklärt Gerhard Greiner, Präsident der AKH. „Besonders erfreulich ist, dass unsere Vorschläge zur Stärkung der Bestandsentwicklung und zur Nutzung innovativer Bauweisen im Gebäudetyp E aufgenommen wurden. Damit wird der Weg für kostengünstigere, kreativere sowie flächen- und ressourcenschonendere Lösungen im Wohnungsbau frei.“

Als Wermutstropfen bewertet die AKH jedoch den ersatzlosen Entfall des Wärmeschutznachweises. „Gerade angesichts der energie- und klimapolitischen Herausforderungen bleibt hier eine Lücke, die wir kritisch sehen“, so Greiner.

Darüber hinaus weist die AKH darauf hin, dass die HBO-Novelle noch keinen Einstieg in die dringend benötigten Erleichterungen für kreislaufwirtschaftliches Bauen enthält. Angesichts der wachsenden Bedeutung nachhaltiger Bauweisen und der Ressourcenschonung fordert die Kammer, diese Aspekte im Baupaket II gezielt zu verankern.

Meldung: Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH), Wiesbaden