
Einerseits ein anspruchsvoller Film, der zwischendurch immer etwas an Entspannung verspricht und nicht in aller Hektik einfach untergeht. Anderseits erzeugt der Film Spannungen, weil typisch nach italienischem Temperament sämtliche Wege von plötzlichen Ereignissen durchkreuzt werden. Das filmische Erlebnis weist einerseits typische Elemente einer Telenovela auf, die anfängt und ohne Ende immer weitererzählen will. Andererseits verfügt DREI ETAGEN über eine eigene Idee, nämlich die der drei Etagen eines Hauses und deren Bewohner. Von einem Episodenfilm zu sprechen wäre deshalb nicht richtig, das Ergebnis an sich hat mehr zu bieten als schnödes Nebeneinander. Meiner Meinung hat der italienische Film hierdurch an Qualität hinzugewonnen. Beziehungsgeflecht und menschliche Erfahrung haben durchaus den Charakter, um dem Zuschauer etwas von seiner Vielfalt mit der dazugehörigen Dramatik auf den Weg zu geben. Die Idee vom Haus mit seinen drei Etagen überzeugt schon deshalb, da es sich um ein Wohnhaus mit verschiedenen Parteien handelt, die an einem Ort Leben, aber in völlig verschiedenen Welten unterwegs sind. Zugleich sind auch wieder Schnittmengen möglich eben ganz italienisch, sprüht der Film zwischen konfliktgeladener Tragikomik und purer Lebensbejahung.
Zur Filmwebsite: Drei Etagen (happy-entertainment.de)


