Wann:
13. Oktober 2018 um 13:00 – 22:00
2018-10-13T13:00:00+02:00
2018-10-13T22:00:00+02:00
Wo:
Haus des Buches, Frankfurt am Main
Braubachstraße 16
Frankfurt


Das große Lesefest zur Frankfurter Buchmesse
ca. 40 Autoren stellen ihre Neuerscheinungen vor

Sonderveranstaltungen:
Sonntag, 7. Oktober, 11 Uhr
LiteraturLounge im Haus am Dom
Einführung in die Literaturgeschichte Georgiens
Martin Maria Schwarz (hr2-kultur) mit Lasha Bakradze, Leiter des Literaturmuseums Tiflis. Anschließend Lisa Straßberger (Haus am Dom) mit Autoren aus dem Buch „Georgien. Eine literarische Reise“

Sonntag, 14. Oktober, 11 Uhr
LiteraturLounge im Haus am Dom
Mit Andrej Kurkow und sein neuester Roman „Kartografie der Freiheit“
Mod. Ruth Fühner (hr2-kultur)

Für alle Veranstaltungen Eintritt frei

Mittwoch, 10. Oktober

13.00 – 13.45 Uhr Anke Stelling „Schäfchen im Trockenen“
Resi hätte wissen können, dass ein Untermietverhältnis unter Freunden nicht die sicherste Wohnform darstellt, denn: Was ist Freundschaft? Die hört bekanntlich beim Geld auf. Die ist im Fall von Resis alter Clique mit den Jahren so brüchig geworden, dass Frank Lust bekommen hat, auszusortieren, alte Mietverträge inklusive.
Mod.: Martin Maria Schwarz (hr2-kultur)

14.00 – 14.45 Uhr Steffen Mensching „Schermanns Augen“
Ein Gulag-Roman und eine Rückschau ins Wien der zwanziger Jahre. Ein Roman, der ins Zentrum des 20. Jahrhunderts führt. Eben noch war Rafael Schermann (Graphologe) in der Wiener Caféhaus-Szene bekannt mit Gott und der Welt. Und jetzt landet dieser schillernde Mann völlig abgerissen und todkrank als Gefangener am Ende der Welt im Lager Artek.
Mod.: Gerwig Epkes (SWR)

15.00 – 15.45 Uhr Marjana Gaponenko „Der Dorfgescheite“
Der einäugige Ernest Herz, erschöpft von seinem exzessiven Liebesleben, wird Bibliotheksleiters im Stift W. Die neue Wohnung hatte seinem Vorgänger, Pater Mrozek, gehört, der auf eine kuriose Art Selbstmord begangen hat. Skurril, komisch und liebevoll, mit ihrem unnachahmlichen Blick für das schräge Detail.
Mod.: Gerwig Epkes (SWR)

16.00 – 17.00 Uhr Sparda Bank Autorenstammtisch
Iunona Guruli „Wenn es nur Licht gäbe, bevor es dunkel wird“ und Miriam Mandelkow Übersetzerin von James Baldwin „Beale Street Blues“
Iunona Guruli (Schriftstellerin und Übersetzerin) schafft georgische Geschichten, die wie wundersame Filme sind und immer zu früh enden.
Miriam Mandelkow Übersetzerin, liest aus ihrem gerade übersetzen Buch von James Baldwin.
Mod. Christoph Schröder

17.15 – 18.15 Uhr Gastlandstunde Georgien
Zaza Burchuladze „Der aufblasbare Engel“ und Levan Berdzenischwili „Heiliges Dunkel“
Burchuladze: Der Roman erzählt mit feiner Ironie von Schuld ohne Sühne im Georgien der Nullerjahre, wo Erfolg und Kriminalität so eng verbunden sind wie Glauben und Aberglauben.
Berdzenischwili: Auf die Frage, warum er die Erinnerungen an seine Jahre im Gulag niedergeschrieben habe, erwiderte Berdsenischwili: „Es ist kein Buch über mich, sondern über die Menschen, die ich kennen und lieben gelernt habe (…)“
Leser deutscher Text: Jochen Nix
Mod.: Daniella Baumeister (hr2-kultur)

Donnerstag, 11. Oktober

13.00 -13.45 Uhr Alexander Münninghoff „Der Stammhalter“
Zwischen drei Generationen entspinnt sich die wahre Geschichte vom Niedergang einer Familie im 20. Jh., nicht durch den Krieg, sondern weil jeder für den anderen «nur das Beste» will. Münninghoff hat aus den vielschichtigen Beziehungen einer Familie, aus der versunkenen Welt zwischen Riga und Den Haag, einen zauberhaften, bewegenden Roman geschaffen.
Mod.: Catherine Mundt (hr2-kultur)

14.00 – 14.45 Uhr Gianna Molinari „Hier ist noch alles möglich“
Eine junge Frau wird als Nachtwächterin in einer Verpackungsfabrik eingestellt. Abend für Abend macht sie ihren Rundgang, kontrolliert die Zäune. Ein Wolf soll in das Gelände eingedrungen sein. Mit jeder Nachtschicht wird die Suche nach dem Wolf mehr zu einer Suche nach sich selbst.
Mod.: Martin Maria Schwarz (hr2-kultur)

15.00 – 15.45 Uhr Arne Dahl „Fünf plus drei“
Sam Berger wird gejagt – für einen Mord, den er nicht begangen hat. Doch dann braucht der Geheimdienst seine Hilfe: Der unter dem Tarnnamen Carsten operierende Ex-Geheimdienstler hält ein Mädchen in seiner Gewalt. Und Sam Berger ist der einzige, der sie finden kann.
Mod. Martin Maria Schwarz (hr2-kultur)

16.00 – 17.00 Uhr Sparda Bank Autorenstammtisch
Roswitha Quadflieg und Burkhart Veigel „Frei“
Als Student in den 60er Jahren war Janus Emmeran einer der erfolgreichsten Fluchthelfer im geteilten Berlin: Hunderten von Menschen verhalf er durch die Mauer in die Freiheit. Vierzig Jahre später kehrt er nach Berlin zurück. Die Vergangenheit wird wieder lebendig – vom Tag des Mauerbaus bis zum Aufbau des Netzes der Fluchthilfe.
Veigel war der erfolgreiche Fluchthelfer.
Mod.: Daniella Baumeister (hr2-kultur)

17.15 – 18.15 Uhr Gastlandstunde Georgien
Lasha Bugadze „Der erste Russe“ und Nana Ekvtimishvili „Das Birnenfeld“
Bugadze: Es ist die Zeit nach dem verheerenden Bürgerkrieg, mit Mangelwirtschaft, Korruption und Gemauschel. Die junge Generation hat genug von den alten Seilschaften. So auch der Protagonist, ein junger Schriftsteller.
Ekvtimishvili: Der Geschichtslehrer muss sterben, die Kinder sollen über das Birnenfeld in die Freiheit rennen – das ist Lelas Plan. Es sind die rebellischen Mädchen und Frauen in der georgischen Gesellschaft, denen Die Autorin Gesicht und Stimme gibt.
Leser deutscher Text: Jochen Nix
Mod.: Daniella Baumeister (hr2-kultur)

Freitag, 12. Oktober

13.00 – 13.45 Uhr Michael Krüger „Vorübergehende“
Von einem, der dachte, das Schicksal überlisten zu können. Ein Mann ist im Zug eingeschlafen. Als er aufwacht, lehnt vertrauensvoll ein fremdes Mädchen an ihm. Sie ist ohne Geld, ohne Papiere, nahezu ohne Sprache. Er nimmt das Mädchen bei sich in München auf – womit sein Leben eine entscheidende Wendung nimmt…
Weltfreudig und ironisch, vergnüglich und melancholisch.
Mod.: Ruth Fühner (hr2-kultur)

14.00 – 14.45 Uhr Najem Wali „Saras Stunde“
Von Macht, Scheinheiligkeit und Rebellion in einer hemmungslos korrupten Gesellschaft in Saudi Arabien. Sara, Anfang zwanzig, steht am Krankenbett ihres Onkels. Er ist der Chef der „Behörde für die Verbreitung der Tugendhaftigkeit und der Verhinderung von Lastern“, ein Salafist, der junge Bräute an Dschihadisten vermittelt. Er hat Saras Leben zerstört.
Lesung deutscher Text: Jochen Nix
Mod.: Martin Maria Schwarz (hr2-kultur)

15.00 – 15.45 Uhr Artur Becker „Der unsterbliche Mr. Lindley“
Ein Hotelroman. Der Ingenieur William Lindley, der im 19. Jahrhundert die Frankfurter Kanalisation gebaut hat, müsste eigentlich längst tot sein, aber der Held dieses Romans begegnet ihm in einer Bar, während er sich vor seinem Familientreffen drückt.
Mod.: Ruth Fühner (hr2-kultur)

16.00 – 17.00 Uhr Sparda Bank Autorenstammtisch
Sandra Brökel „Das hungrige Krokodil“ und Caroline Bernard „Die Muse von Wien“
Sandra Brökel: Prag 1968: Wie viele andere Tschechen schöpft Pavel Vodák Hoffnung. Hoffnung auf Reformen, auf Freiheit, auf Demokratie. Dann rollen die Panzer.
Caroline Bernard: Alma Schindler – Muse, Künstlerin, Geliebte. Klimt war ihre erste Liebe, für Gustav Mahler wird sie zur Muse – Alma ist in den Salons zu Hause, verfolgt den Aufstieg der Secession, inspiriert und verführt. Ihre Leidenschaft gehört dem Klavierspiel.
Die Geschichte einer der faszinierendsten Frauen im Wien der Jahrhundertwende.
Mod.: Christoph Schröder

17.15 – 18.15 Uhr Gastlandstunde Georgien
Davit Gabunia „Farben der Nacht“ und Kote Jandieri „Globalisierung“ Eine georgische Geschichte
Gabunias Roman „Farben der Nacht“ erzählt davon, wie der Machtwechsel 2012 in Tiflis die persönliche und politische Welt der Georgier auf den Kopf gestellt hat.
Jandieri „Kennt ihr den Witz von dem Mann ……. ?“ So beginnt die Erzählung des betagten Mannes aus der Region Kachetien. Er fabuliert darüber, wie der Tumult der Welt und des ganzen Landes – vom Beginn der Sowjetzeit bis in die 1990er Jahre – die Bewohner eines kleinen Dorfes im Kaukasus ereilt.
Leser deutscher Text: Jochen Nix
Mod.: Daniella Baumeister (hr2-kultur)

19.00 – ca. 22.30 Kriminacht
Mit
Bernhard Aichner „Bösland“
Benjamin Cors „Leuchtfeuer“
Karl Wolfgang Flender „Helden der Nacht“
Viktor Glass „Schüssler und die verschwundenen Mädchen“
Eva Rossmann „Im Netz“
Susanne Saygin „Feinde“
Anna Simons „Verborgen“
Arno Strobel “Im Kopf des Mörders – Kalte Angst“
Mod.: Miriam Semrau (Krimimimi)

Samstag, 13. Oktober

13.00 – 13.45 Uhr Andreas Altmann „In Mexiko – Reise durch ein hitziges Land“
Altmann hat selbst eine Zeit lang in Mexiko gelebt, für sein Buch kehrte er zurück. Er reist für seine Reportage kreuz und quer durch die mexikanischen Bundesstaaten und erzählt von besonderen Orten und Menschen.
Mod.: Bianca Schwarz (hr2-kultur)

14.00 – 14.45 Uhr Barbara Rieger „Bis ans Ende, Marie“
Sie lernt Marie in einer Bar kennen. Sofort entwickelt sich eine innige Freundschaft. Marie ist alles, was sie nicht ist: attraktiv, beliebt, dominant und extrovertiert. Und sie überschreitet gerne Grenzen. Was wie eine gewöhnliche Freundschaft beginnt, wird allmählich zu einem Vexierspiel. Die Begegnungen mit Marie werden merkwürdiger.
Mod.: Christoph Schröder

15.00 – 15.45 Uhr Dirk Liesemer „Aufstand der Matrosen“
1918. Es braut sich etwas zusammen in diesem Herbst. Nach mehr als vier Jahren Krieg haben die Menschen es satt: das Kämpfen, das Hungern, das Sterben. Die alte Ordnung ist längst in Unordnung geraten. Der militärische Zusammenbruch steht unmittelbar bevor.
Mod.: Catherine Mundt (hr2-kultur)

16.00 – 17.00 Uhr Sparda Bank Autorenstammtisch
Gretchen Dutschke „1968. Worauf wir stolz sein dürfen“
Als Gast: Rupert von Plottnitz
Eine Bilanz. Was ist geblieben? Was hat sich als Fehler, was als Illusion erwiesen?
Eine eigene Bilanz zieht Gretchen Dutschke. Dabei sieht sie vor allem, dass der Freiheitsdrang dieses Protestes sich am Ende doch durchsetzen konnte. Sie, die gebürtige Amerikanerin, berichtet aus unmittelbarem Erleben: Als Frau von Rudi Dutschke.
Mod.: Bernhard Messinger
17.15 – 18.15 Uhr Gastlandstunde Georgien
Aka Morchiladze „Obolé“ und Zurab Karumidze „Dagny – oder ein Fest der Liebe“
Morchiladze: Irakli lebt in Tbilissi. Sein altes Haus in seiner kleinen Heimatstadt droht einzustürzen. Während der wenigen Tage, die Irakli im Haus seines Großvaters verbringt, ist er von Erinnerungen überwältigt. Auf dem Dachboden entdeckt er die längst vergessene Obolé, eine alte, wunderschön gearbeitete Steinschlossflinte.
Karumidze: Der Roman kreist um die reale Dagny Juel, eine norwegische Pianistin, Dichterin und Femme fatale, die Modell von Edvard Munch war und Strindberg in die Nervenheilanstalt brachte. Sie heiratete einen Autor der Bohemiensatanisten und wurde in Tiflis erschossen.
Leser deutscher Text: Jochen Nix
Mod.: Daniella Baumeister (hr2-kultur)

Sonntag, 14. Oktober
11.00 Uhr LiteraturLounge im Haus am Dom
Andrej Kurkow „Kartografie der Freiheit“
In der letzten Nacht vor der Aufnahme Litauens in den Schengenraum beschließen drei Paare den Aufbruch in ein neues Leben: Ein Paar zieht es nach London, eines geht nach Paris, das dritte bleibt im Baltikum und versucht dort sein Glück mit einer originellen Geschäftsidee.
Der ukrainische Bestseller-Autor Andrej Kurkow kennt die Hoffnungen der Osteuropäer in die Europäische Union. Und er kennt ihre bittere Enttäuschung. Wer also kann den großen europäischen Roman unserer Zeit schreiben, wenn nicht er? Aus einem zutiefst menschlichen Blickwinkel zeichnet Andrej Kurkow die Schicksale dreier Paare – ihre Hoffnungen und Enttäuschungen, ihr Festhalten am großen gemeinschaftlichen Freiheitsversprechen. Ein mutiger und aufrüttelnder Roman.
Mod.: Ruth Fühner (hr2-kultur)
Eintritt frei

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