Kalender



Mrz
3
So
LiteraturLounge: Tomer Dotan-Dreyfus „Birobidschan“ @ Haus am Dom – Domplatz 3, Frankfurt
Mrz 3 um 11:00 – 12:30


Sibirien, 1908. Ein Knall erschüttert den sibirischen Wald Tunguska. Zwei Jahrzehnte später plant Stalin eine jüdisch-sozialistische Autonomie an der Grenze zu China: Birobidschan. Was als stalinistisches Experiment der 1930er Jahre scheitert, wird in Tomer Dotan-Dreyfus’ Debütroman zum Dreh- und Angelpunkt einer funkensprühenden Geschichte: Da sind Alex und Rachel, verliebt seit Kindertagen. Boris Klayn, Fischer und Ur-Birobidschaner. Gregory und Sascha, enge Freunde, einer hat Depressionen, der andere nimmt ihn mit auf einen Roadtrip gen Tunguska. Dmitrij, der Angst vor Wölfen hat.
Das Leben in Birobidschan geht seinen Gang, die kleinen und großen Sorgen der Bewohner drehen sich fern allen Weltgeschehens – bis sich die Ereignisse überschlagen: Zwei fremde Männer und ein stummes Mädchen bringen die idyllische Gemeinschaft zum Bersten.

Tomer Dotan-Dreyfus, 1987 in Haifa geboren, lebt seit zehn Jahren in Berlin und ist als freier Autor, Lyriker und Übersetzer tätig. Er studierte Philosophie und Komparatistik in Berlin, Wien und Paris und schreibt sowohl in hebräischer als auch in deutscher Sprache.

Für die Arbeit an »Birobidschan« erhielt er 2020 ein einjähriges Stipendium des Berliner Senats. Mit „Birobidschan“ war er 2023 nominiert für den Deutschen Buchpreis.

Moderation: Martin Maria Schwarz (hr2-kultur)

Eintritt frei / Anmeldung nicht erforderlich

Nächste LiteraturLounge:

  1. März, Peter Probst „Ich habe Schleyer nicht entführt“
  2. April, Mathijs Deen „Der Retter“

Mrz
13
Mi
Buchvorstellung und Gespräch: Das Schachbrett von Jean-Philippe Toussaint mit dem Übersetzer und Verleger Joachim Unseld @ Buchhandlung Weltenleser OHG, Oeder Weg 40, 60318 Frankfurt
Mrz 13 um 19:30 – 21:00


In seinem neuen Buch Das Schachbrett beschreibt Jean-Philippe Toussaint auf wunderbar humorvolle Weise die Fallstricke der Übersetzung von Stefan Zweigs Schachnovelle. Zugleich nimmt das Buch deutlich autobiographische Züge an, wenn er zurück in seine früheste Kindheit blickt, vom Leben und vom Tod erzählt und davon, wie sich seine Berufung zum Schriftsteller offenbarte. Eine Reise in 64 Kapiteln beginnt, die den 64 Feldern eines Schachbretts entsprechen, denn Schach ist Dreh- und Angelpunkt seiner Erinnerungen. Joachim Unseld hat das Buch aus dem Französischen übersetzt. Kein Besserer als er – Übersetzer und Verleger zugleich – könnte über dieses Buch und seine Entstehung sprechen. Das kann durchaus amüsant werden. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Jean-Philippe Toussaint ist Schriftsteller, Drehbuchautor, Regisseur und Fotograf. Sein Gesamtwerk erscheint auf Deutsch in der Frankfurter Verlagsanstalt. Zuletzt erschienen seine Romane Die Gefühle (2021) und Das Verschwinden der Landschaft (2022).

Joachim Unseld ist Verleger und Übersetzer. 1994 übernahm er die Frankfurter Verlagsanstalt, die er seither leitet.

Ort: Buchhandlung Weltenleser

Eintritt 7,00 €

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitte die verbindliche Voranmeldung per E-Mail an info@weltenleser.de oder per Telefon: 069/91507210.


Mrz
17
So
LiteraturLounge: Peter Probst: „Ich habe Schleyer nicht entführt“ @ Haus am Dom – Domplatz 3, Frankfurt
Mrz 17 um 11:00 – 12:30


  1. In wenigen Tagen wird Peter Gillitzer volljährig. Endlich kann er so leben, wie er will. Denkt er. Doch bereits das Geburtstagsfest im Hobbykeller scheitert, sein Vater verbietet ihm allen Ernstes, Mädchen einzuladen. Zum Glück gibt es Alternativen. Da ist ein Mann in der Nachbarschaft mit einem Haus voller Bücher, der ihm Zugang zu einer faszinierenden Welt verspricht. Zur Literatur, zu „echten“ Schriftstellern. Für Peter ein Traum, den ihm der Nachbar erfüllen kann – dass der in ihn verliebt ist, wird Peter erst allmählich klar.
    Da sind die Mädchen, die Schwärmereien, der Sex und die Missverständnisse, die Zweifel an den politischen Verhältnissen, gegen die Peters Freunde aktiv werden wollen. Aber, das fragt er sich, wie weit darf Widerstand gehen? Ist Gewalt gegen Sachen legitim? Sollen Revolutionäre in offenen Beziehungen leben oder doch besser enthaltsam? Irgendwann wächst ihm alles über den Kopf und er haut mit einem Freund nach Italien ab.
    Als die beiden zurückkommen, hat sich die politische Lage dramatisch zugespitzt. Sie geraten in die Fahndung nach dem von Terroristen entführten Martin Schleyer und werden selbst verdächtigt.

Peter Probst, geb. 1957 in München, studierte Deutsche und Italienische Literatur und Katholische Theologie. Er schrieb Drehbüchern u.a. für den TATORT und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Ab 2006 schrieb er erst Kinderkrimis, dann Kriminalromane wie „Blinde Flecken“ oder „Im Namen des Kreuzes“. Bei dem Sachbuch „Verliebt, verlobt … verrückt?“ arbeitete er mit seiner Frau Amelie Fried zusammen. Zuletzt erschien sein Roman „Die wilde Wut des Wellensittichs“ (2022).

Moderation: Martin Maria Schwarz (hr2-kultur)

Eintritt frei / Anmeldung nicht erforderlich

Nächste LiteraturLounge:

  1. April, Mathijs Deen „Der Retter“