Kinostart ab 10. Juli 2025 auf DVD ab 13. November 2025: Der Film zeigt seine bekanntesten Bauten in beeindruckenden Bildern: den Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung 1958 in Brüssel (mit Egon Eiermann), den ikonischen Kanzlerbungalow in Bonn, die Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, die Neue Maxburg in München und viele mehr. Viele dieser Werke sind heute denkmalgeschützt. Interviews mit Zeitzeugen, Architekturexperten und Wegbegleitern lassen zusammen mit den architektonischen Bildern eine Hommage an Sep Ruf entstehen. Ein atmosphärischer, vielschichtiger Film über einen Visionär, der in München erst sehr spät Anerkennung erhielt, international jedoch längst gefeiert wurde.
Sep Ruf baute an vielen Orten wie Fulda und Kassel, war jedoch überwiegend in seiner bayrischen Heimat tätig, wo viele seiner Bauten bis heute existieren. Vielerorts stellt sich die Frage, sind diese Bauten noch erhaltenswert? Vor allem jene aus den 1950er, 60er und 70er Jahren sind gemeint. Sollten diese vor Abriss geschützt werden, weil etwas wie Architekturgeschichte an ihnen haftet. Die filigrane Bauweise seiner Stützen, durchgehende Glasfassaden werden zuweilen als poetische Architektur tituliert. Die Bauformen waren andere als heutzutage. Das hängt sicherlich auch mit den verwendeten Baumaterialien zusammen, worunter durchaus edle Materialien fallen., die das Gebäude aufwerten und heutzutage aus Kostengründen nicht mehr verwendet werden. Sep Ruf trat stets als Befürworter einer modernen aufkeimenden Demokratie ein. Oder sind es nur seine Prinzipien, die er auf freundliche Weise durchsetzen wollte. Sind seine Bauten noch zeitgemäß oder können sie das gar nicht mehr sein, weil die Zeit eine andere geworden ist? Ist nicht die ganze Epoche vom Abriss bedroht? Jedenfalls trägt Sep Ruf dazu bei ein Stück Zeitgeschichte zu vermitteln, um nicht sofort als Relikt einer zerstörerischen Wegwerfgesellschaft ohne weiteres dem Verfall ausgeliefert zu werden. Der Film listet eine Reihe der Bauten auf, die im Fokus der Allgemeinheit stehen und lässt auch nicht die frühen Bauten Sep Rufs aus, die schon vor dem Krieg in einer traditionelleren Bauweise entstanden sind.

Regisseur Johann Betz, der sich zugleich für das Drehbuch und die Produktion verantwortlich zeichnet, setzt dem architektonischen Erbe von Sep Ruf mit seinem Film ein eindrucksvolles Denkmal. Die Dreharbeiten fanden 2024 in Deutschland und Italien statt. Produziert wurde der Film von der DREI WÜNSCHE GMBH in Koproduktion mit dem BAYERISCHEN RUNDFUNK, der GERMAN KRAL FILMPRODUKTION GMBH und NOMINAL FILM. Gefördert wurde das Projekt von FFF BAYERN, der FFA und dem DFFF.
Filmwebsite: SEP RUF – Architekt der Moderne – Alpenrepublik Filmverleih
Siehe auch: Sep Ruf – seine Bauten im Film – kulturexpress.info
Siehe auch: Irene Meisner (Sep Ruf Gesellschaft) über Sep Ruf – kulturexpress.info




