65 Prozent aller vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) getesteten Dieselfahrzeuge erfüllen die vorgeschriebenen Stickoxide-Werte nicht. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hervor. Insgesamt sind Euro 5- und Euro 6-Fahrzeuge von mindestens 18 Herstellern betroffen.

Rechtsanwalt Claus Goldenstein vertritt mit seiner Rechtsanwaltskanzlei die Rechte von mehr als 11.000 betroffenen Fahrzeughaltern im Abgasskandal: “Laut der RBB-Recherche überschreiten rund zwei Drittel aller vom KBA getesteten Euro 5- und Euro 6-Fahrzeuge die vorgeschriebenen Umweltnormen. Teilweise haben die Autos die Stickoxide-Grenzwerte sogar um das 16-fache überschritten. Insgesamt sind über 120 Modelle von 18 Herstellern wie beispielsweise Volkswagen, Mercedes-Benz, Audi, BMW, Nissan, Peugeot, Kia und Ford deutlich schmutziger als bislang angenommen.

Die Daten zeigen eindeutig, dass fast alle großen Autohersteller, die in Deutschland aktiv sind, bezüglich des Abgasausstoßes ihrer Fahrzeuge gelogen haben. Infolgedessen wird das Kraftfahrt-Bundesamt sehr wahrscheinlich schon zeitnah den Rückruf von einigen PKW-Modellen einleiten. Vor allem SUVs und Limousinen könnten von möglichen Rückrufaktionen betroffen sein.

Betroffene Fahrzeughalter sollten die Lage aufmerksam beobachten und im Falle eines Rückrufes ihres PKWs handeln”, rät Goldenstein. “Die Halter der Fahrzeuge sind davon ausgegangen, dass ihre Fahrzeuge die EU-Umweltrichtlinien erfüllen. Dies war nicht der Fall. Zudem werden die Fahrzeuge nach Bekanntwerden des Skandals massiv an Wert verlieren. Deshalb haben betroffene Personen die Möglichkeit, einen Schadensersatz von dem jeweiligen Hersteller einzufordern.

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Vom Abgasskandal betroffene Fahrzeughalter können die Auszahlung des vollständigen Kaufpreises ihres Fahrzeuges bei dem jeweiligen Hersteller geltend machen und ihr Auto dafür zurückgeben. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, das Fahrzeug weiterzunutzen und einen Teil des Kaufpreises als Entschädigung zu erstreiten. Auf rightnow.eu können Autobesitzer ihren möglichen Anspruch kostenfrei prüfen lassen.

Foto (c) Kulturexpress, Meldung: Nils Leidloff, tonka-pr, Berlin

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