Die neue Rolle der Architektur im sich wandelnden Gesundheitswesen geht von der Annahme aus, dass Krankenhäuser in der heutigen Form in Zukunft nicht mehr existieren werden, sondern sich auf tragfähigere wissenschaftliche Erkenntnisse zwischen gebauter Umwelt und menschlicher Gesundheit berufen werden. Die Autorinnen verwenden hierfür den Begriff der „heilenden Architektur“, die zu einer lesbaren und finanzierbaren Realität verhelfen soll. Veraltete Methoden im Krankenhausbau sind Ursache für den grassierenden Missstand im Bauwesen. Wobei gesagt werden muss, dass Krankenhäuser in jedweder Form immer zu solchen Sonderbauten zählen, die erhöhten Auflagen und Sicherheitsstandards unterliegen und davon auch nicht so einfach loskommen werden. Der Konflikt scheint unauflösbar. Das erschwert die Sachlage natürlich. Schon daran scheitern viele Versuche, neue Wege in der Architektur einzuschlagen. Wenn aktuelle technische Standards neue Lösungswege nicht zulassen, ohne dabei die strengen Sicherheitsstandards im Krankenhausbau zu umgehen, die letztlich immer dazu da sind, das menschliche Wohl im Auge zu behalten.
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe…
Architektur als zweiter Körper
Eine Entwurfslehre für den evidenzbasierten Gesundheitsbau
Gemma Koppen und Tanja C. Vollmer
Klappenbroschur, 424 S.
500 überw. farbigen Abb.,
Format: 14,8 x 21 cm
ISBN 978-3-7861-2878-6
auch als E-Book (pdf) erhältlich
ISBN 978-3-7861-7514-8
Siehe auch: Heilsame Architektur. Raumqualitäten verstehen (2020) transcript Verlag


