CLAUDIA ANDUJAR – ICH SEHE DICH DURCH MEINE KAMERA Regie: Heidi Specogna (Schweiz) Doku gegen den Raubbau im Regenwald und die Vertreibung der dort lebenden Völker


Bundesweiter Kinostart im Mai 2024: Die mit dem deutschen Filmpreis ausgezeichnete Regisseurin Heidi Specogna umfasst in ihrem Dokumentarfilm das Lebenswerk der Künstlerin, Aktivistin und Humanistin Claudia Andujar, die heute zu den renommiertesten Fotografinnen der Welt zählt. Geboren 1931 überlebte sie den Holocaust durch die Flucht in die Schweiz. Seit den 1950er Jahren ist Brasilien ihre Heimat. Dort setzt Heidi Specognas Dokumentarfilm an: Als junge Frau beginnt Claudia Andujar mit ihren Reisen ins Amazonasgebiet und baut engen Kontakt zum Volk der Yanomami auf, mit dem sie bis heute eine große Vertrautheit verbindet. In ihrer Mitte entstehen Andujars berühmteste Fotoreihen, die gleichzeitig politisches Statement sind: Sie bringen die Zerstörung ihrer Lebenswelt, des Regenwaldes, ans Licht der Öffentlichkeit. Zusammen mit den Yanomami kämpft Claudia Andujar über Jahrzehnte gegen den Raubbau im Regenwald und die Vertreibung der dort lebenden Völker.

Auf den Spuren von Andujars politischen wie poetischen Fotografien führt es das Filmteam ins Regenwaldgebiet, das heute stärker bedroht ist als je zuvor. Dort lernen wir eine junge, selbstbewusste und aktivistische Generation von jungen Yanomami kennen, die die Ausbeuter vor Ort konfrontieren und sich mit selbstgedrehten Filmen Gehör in der Bevölkerung und der Politik verschaffen.

»Der offene, unverstellte Blick der Menschen in die Kamera haben mich berührt und meine Neugierde auf Claudia Andujar geweckt.« Heidi Specogna

Zur Filmwebsite:  CLAUDIA ANDUJAR – ICH SEHE DICH DURCH MEINE KAMERA

CREDITS

Buchautor: Heidi Specogna
Kamera: Johann Feindt
Schnitt: Kaya Inan
Musik: Raffael Seyfried
Ton: Kai Tebbel, Matthias Lempert, Jule Cramer
Produzenten: Carl-Ludwig Rettinger, Peter Spoerri
Produktion: Lichtblick Film- und Fernsehproduktion, PS Film
Koproduktion: SRF
Verleih: W-FILM Distribution (Deutschland), Filmcoopi (Schweiz)
Produktionsförderung: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Film- und Medienstiftung NRW (FMS), Bundesamt für Kultur und Medien (BAK), Zürcher Filmstiftung, Suissimage
Verleihförderung: Swiss Films, Bundesamt für Kultur und Medien (BAK), Film- und Medienstiftung NRW (FMS)

FILMDATEN

Filmgattung: Dokumentarfilm
Produktionsland: Deutschland, Schweiz
Produktionsjahr: 2024
Länge: 88 Minuten, Farbe
Sprachen: Portugiesisch, Französisch
Sprachfassung: OmU (Originalfassung mit Untertiteln)
Untertitel: Deutsch

Siehe auch:  Claudia Andujar – The End Of The World. Ausstellung Deichtorhallen Hamburg vom 09. Februar – 11. August 2024

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