Mrz
27
Mo
2017
18. Handelsblatt Jahrestagung „Betriebliche Altersversorgung 2017“ @ Hotel Pullman Schweizerhof, Berlin
Mrz 27 ganztägig


bAV-Reform, De-Risking, Niedrigzins und mehr: Ende März findet in Berlin mittlerweile zum 18. Mal die Handelsblatt Jahrestagung „Betriebliche Altersversorgung“ statt.

Unter der fachlichen Leitung und Moderation von Prof. Gregor Thüsing (Institut für Arbeitsrecht und Recht der Sozialen Sicherheit, Universität Bonn), Heribert Karch (Vorsitzender des Vorstandes der aba Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung e.V.; Geschäftsführer der MetallRente) und Prof. Thomas Dommermuth (Fakultät für Betriebswirtschaft, Hochschule Amberg-Weiden; Vorsitzender des Beirates des Instituts für Vorsorge- und Finanzplanung) diskutieren 350 bAV-Entscheider über aktuelle Entwicklungen rund um das Betriebsrentenstärkungsgesetz, die EU-Pensionsfondsrichtlinie, Pensionsverpflichtungen im Niedrigzinsumfeld, De-Risking von Versorgungszusagen und die Digitale Pensions-Administration.
Staatssekretäre und Aufsicht – Arbeitgeber und Gewerkschaften

Auf dem größten unabhängigen bAV-Treffen erläutern mehr als 60 Sprecher und Diskussionsteilnehmer in Keynotes, Impulsvorträgen, Spezialforen und zahlreichen Podiumsdiskussionen die Themen, die die Branche bewegen. Zu den KEYNOTE Speakern vor Ort zählen Dr. Rainer Dulger (Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall), Yasmin Fahimi (Staatssekretärin im BMAS), Gabriel Bernardino (Chairman der EIOPA), Peter Hausmann (Mitglied im Geschäftsführenden Hauptvorstand der IG BCE) und Dr. Michael Meister (Parlamentarischer Staatssekretär im BMF). Yasmin Fahimi berichtet, warum eine nachhaltige Rentenpolitik auf drei Säulen basiert und wie die Rolle der Betriebsrente neu justiert werden kann. Dr. Michael Meister spricht über die Optimierung der steuerlichen Förderregelungen in der bAV.
Die zentralen Themen in 2017 sind:
• Betriebsrentenstärkungsgesetz – erste Umsetzungskonzepte
• Altersvorsorgepolitik in Deutschland und Europa
• Pensionsverpflichtungen im Niedrigzinsumfeld
• De-Risking von Versorgungszusagen
• Digitale Pensions-Administration
Sämtliche Themen werden von Experten aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und kontrovers diskutiert.
Digitalisierung: die Diamond Stars
Außerdem werden in diesem Jahr erstmalig herausragende digitale Innovationen und innovative Prozessautomatisierung in der betrieblichen Altersversorgung mit dem Diamond Star ausgezeichnet. Bis zum 31. Januar 2017 können Bewerbungsunterlagen dafür eingereicht werden.

Termin und Ort:
18. Handelsblatt Jahrestagung „Betriebliche Altersversorgung 2017“
27. bis 29. März 2017
Hotel Pullman Schweizerhof, Berlin
Anmeldung und Information:
Telefon: 0211 96 86-33 40 (Michael Börner)
E-Mail: anmeldhb@euroforum.com
www.handelsblatt-bav.de


Mrz
28
Di
2017
Schöne Aussichten – Das Frankfurter Literaturgespräch XXXIV
Mrz 28 um 19:30 – 21:30


Mit Thomas von Steinaecker, Mara Delius, Alf Mentzer und Hubert Spiegel
Simultanübersetzung durch Gebärdensprachdolmetscher

Literarisches Quartett ohne Quotendruck und Fernbedienung. Vier Kritiker diskutieren über neue Romane.
Hier sitzt das Publikum mittendrin. In der 34. Ausgabe der „Schönen Aussichten“ streiten und schlichten der hr2-Literaturredakteur Alf Mentzer, die Kritikerin Mara Delius (Literarische Welt) sowie der Literaturkritiker Hubert Spiegel (F.A.Z.) mit dem Gastkritiker Thomas von Steinaecker. Er ist Schriftsteller, TV-Regisseur und Journalist, wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem 2007 mit dem Aspekte-Literaturpreis für das beste Debüt. Zuletzt erschien sein Roman „Die Verteidigung des Paradieses“ im S. Fischer Verlag. Thomas von Steinaecker ist ausgewiesener Literatur- und Comic-Kenner und schlug Daniel Clowes Graphic Novel „Patience“ (Reprodukt) für den heutigen Abend zur Diskussion vor. Dem Haltbarkeitstest wird „Infanta“ von Bodo Kirchhoff unterzogen, verlegt in der Frankfurter Verlagsanstalt.

Die weiteren Titel des Abends:
Jonas Lüscher „Kraft“ (C.H. Beck)
Eva Menasse „Tiere für Fortgeschrittene“ (KiWi)

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit hr2-kultur und wird dort am 09.04. um 12.04 Uhr gesendet. Die Diskussion wird, gefördert durch die Aktion Mensch, von Gebärdensprachdolmetschern übersetzt.

Dienstag 28.03.17 / 19.30 h / Eintritt 7 / 4 Euro


Mrz
29
Mi
2017
Mensch « LICHT » Raum @ Hörsaal 6, Weimar
Mrz 29 um 9:00 – 17:00


Mittwoch,
29. März 2017

9.00 Uhr
Anmeldung

10.00 Uhr
Beginn der Veranstaltung

Keynote

Herbert Cybulska
[Lighting Solutions Frankfurt]
Das Licht macht den Raum

Vorträge

Dipl.-Ing. Carolin Liedtke
[TU Berlin]
Die Verteilung des Lichts im Raum

Prof. Christoph Schierz
[TU Ilmenau]
Der Kontrastwiedergabefaktor modern gemessen und Ideen für zukünftige Erweiterungen

Prof. Dr.-Ing. Tran Quoc Khanh
PD Dr.-Ing. habil. Peter Bodrogi
[TU Darmstadt]
Bevorzugte Farbtemperaturen sind abhängig vom Raumobjekten und Kontext – Ergebnisse von 3 Experimenten

Tatiana Kartashova, M. Sc.
[TU Delft]
The global structure of the visual light field and its relation to the physical light field

Meggy Rentsch
Prof. Dr.-Ing. Paul Schmits
[HAWK Hildesheim]
Lichtrichtung – Licht im Raum

Dipl.-Ing. Jan Krüger
[BAUA Dresden]
Gerichtetes Licht von LED Arrays und dessen Einfluss auf die Formwahrnehmung

Dipl.-Ing. Birthe Tralau
Dipl.-Ing. Peter Dehoff
[Zumtobel Dornbirn]
Die neue Schrift der LiTG zur Lichtqualität

WORKSHOPS
(parallel an drei verschiedenen Orten; à max. 90 min)

(A) Herbert Cybulska
[Lighting Solutions Frankfurt]
RGB – für die Bühne reicht das nicht. Die differenzierte Lichttechnik der LED-Scheinwerfer von ETC – eine praktische Demonstration

(B) Dr. Christian Hanke
[Bauhaus Universität Weimar]
Wie kann man Entwürfe zum Licht darstellen?

(C) Prof. Conrad Völker
[Bauhaus Universität Weimar]
Interdisziplinäre Versuchsaufbauten, Modelle und Fragebögen – Vorstellung und Fragen zu laufenden und geplanten Forschungen und Experimenten
ca. 18.00 Uhr
Ende der Veranstaltung

Abendveranstaltung
Donnerstag,
30. März 2017

9.00 Uhr
Beginn der Veranstaltung

Vorträge

Prof. Günter Lois Weber
[HAWK Hildesheim]
Raum als Feld zwischen Orten

Dr. Raphael Kirsch
[TRILUX]
Die Wahrnehmung leuchtender Flächen in Räumen am Beispiel von Büros

PD Dr.-Ing. habil. Peter Bodrogi
Prof. Dr.-Ing. Tran Quoc Khanh
[TU Darmstadt]
Untersuchungen über chromatische und achromatische Komponenten der optischen Sehklarheit während der Raumwahrnehmung

Gregor Gärtner
[HAWK Hildesheim]
Visualisierung von Lichtlösungen

Dipl.-Ing. Edwin Smida
Alawi Lütz
Parametrische (T)Raumgestaltung – Architektur und Licht einer hochinnovativen Intensivstation – Beispiele interdisziplinärer Planung

Dr. Ing. Cornelia Moosmann
[KIT Karlsruhe]
Tages- und Kunstlicht in Büroräumen – Nutzerbewertung und Präferenzen der Lichtverteilung

Saurabh Sachdev, M.A, B.Arch.
Prof. Dr.-Ing. Thomas Römhild
[HS Wismar]
Tageslicht im Verkaufsraum

Edith Chassein, M.A.
Dr. phil. Karin Schakib-Ekbatan
Dr. Annette Roser
[IREES GmbH, Karlsruhe]
LED im Klassenraum aus Sicht der Nutzer: Evaluierung der Beleuchtungsumrüstung in 33 Schulen

Dipl.-Ing. Ulf Greiner Mai
[ö. b. u. v. SV für Lichttechnik und Ingenieurhonorare, Halle]
Raum- und Lichtplanungen – Vergütungs- und Haftungsfragen sowie aktuelle Rechtsprechung

Schlusswort/ Verabschiedung
ca. 16.30 Uhr
Ende der Veranstaltung

Stadtführungen

www.lile.wba-weimar.de


Silas Matthes: Miese Opfer @ Literaturhaus, Frankfurt am Main
Mrz 29 um 19:30 – 21:30


Schülerlesung für 7. und 8. Klassen

Ein überraschend fesselnder Roman über Mobbing, Gewalt und richtige Superhelden
Silas Matthes hat es mit 22 Jahren geschafft: Sein Debütroman „Miese Opfer“ erschien 2015 im neuen Programm Oetinger34. Dort tauschen sich angehende Autoren zunächst online mit Lektoren und dann auch miteinander aus und arbeiten gemeinsam an ihren Projekten. Herausgekommen ist in diesem Fall ein Jugendbuch über zwei Freunde, die an ihrer Schule gemobbt werden und sich wehren. Matthes erzählt ohne Umschweife und doch berührend von Freundschaft und familiärer Geborgenheit und der unvermeidlichen Spirale der Gewalt, die sich in Gang setzt. Er ist dabei nie belehrend, sondern begleitet seine Helden Ferdinand und Leo unerschüttert bei ihren Streifzügen, Dummheiten und Rückschlägen. Doch so unvorhersehbar die gegenseitigen Attacken sind, so hoffnungsvoll stimmt das Ende. Silas Matthes liest und berichtet von seiner Schulzeit, seinem Buch und seinem Start als Autor.

Das Junge Literaturhaus wird unterstützt von der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen Stiftung.

Mittwoch 29.03.17 / 10.30 h / Eintritt 3 Euro


Mrz
30
Do
2017
Mensch « LICHT » Raum @ Hörsaal 6, Weimar
Mrz 30 um 9:00 – 17:00


Mittwoch,
29. März 2017

9.00 Uhr
Anmeldung

10.00 Uhr
Beginn der Veranstaltung

Keynote

Herbert Cybulska
[Lighting Solutions Frankfurt]
Das Licht macht den Raum

Vorträge

Dipl.-Ing. Carolin Liedtke
[TU Berlin]
Die Verteilung des Lichts im Raum

Prof. Christoph Schierz
[TU Ilmenau]
Der Kontrastwiedergabefaktor modern gemessen und Ideen für zukünftige Erweiterungen

Prof. Dr.-Ing. Tran Quoc Khanh
PD Dr.-Ing. habil. Peter Bodrogi
[TU Darmstadt]
Bevorzugte Farbtemperaturen sind abhängig vom Raumobjekten und Kontext – Ergebnisse von 3 Experimenten

Tatiana Kartashova, M. Sc.
[TU Delft]
The global structure of the visual light field and its relation to the physical light field

Meggy Rentsch
Prof. Dr.-Ing. Paul Schmits
[HAWK Hildesheim]
Lichtrichtung – Licht im Raum

Dipl.-Ing. Jan Krüger
[BAUA Dresden]
Gerichtetes Licht von LED Arrays und dessen Einfluss auf die Formwahrnehmung

Dipl.-Ing. Birthe Tralau
Dipl.-Ing. Peter Dehoff
[Zumtobel Dornbirn]
Die neue Schrift der LiTG zur Lichtqualität

WORKSHOPS
(parallel an drei verschiedenen Orten; à max. 90 min)

(A) Herbert Cybulska
[Lighting Solutions Frankfurt]
RGB – für die Bühne reicht das nicht. Die differenzierte Lichttechnik der LED-Scheinwerfer von ETC – eine praktische Demonstration

(B) Dr. Christian Hanke
[Bauhaus Universität Weimar]
Wie kann man Entwürfe zum Licht darstellen?

(C) Prof. Conrad Völker
[Bauhaus Universität Weimar]
Interdisziplinäre Versuchsaufbauten, Modelle und Fragebögen – Vorstellung und Fragen zu laufenden und geplanten Forschungen und Experimenten
ca. 18.00 Uhr
Ende der Veranstaltung

Abendveranstaltung
Donnerstag,
30. März 2017

9.00 Uhr
Beginn der Veranstaltung

Vorträge

Prof. Günter Lois Weber
[HAWK Hildesheim]
Raum als Feld zwischen Orten

Dr. Raphael Kirsch
[TRILUX]
Die Wahrnehmung leuchtender Flächen in Räumen am Beispiel von Büros

PD Dr.-Ing. habil. Peter Bodrogi
Prof. Dr.-Ing. Tran Quoc Khanh
[TU Darmstadt]
Untersuchungen über chromatische und achromatische Komponenten der optischen Sehklarheit während der Raumwahrnehmung

Gregor Gärtner
[HAWK Hildesheim]
Visualisierung von Lichtlösungen

Dipl.-Ing. Edwin Smida
Alawi Lütz
Parametrische (T)Raumgestaltung – Architektur und Licht einer hochinnovativen Intensivstation – Beispiele interdisziplinärer Planung

Dr. Ing. Cornelia Moosmann
[KIT Karlsruhe]
Tages- und Kunstlicht in Büroräumen – Nutzerbewertung und Präferenzen der Lichtverteilung

Saurabh Sachdev, M.A, B.Arch.
Prof. Dr.-Ing. Thomas Römhild
[HS Wismar]
Tageslicht im Verkaufsraum

Edith Chassein, M.A.
Dr. phil. Karin Schakib-Ekbatan
Dr. Annette Roser
[IREES GmbH, Karlsruhe]
LED im Klassenraum aus Sicht der Nutzer: Evaluierung der Beleuchtungsumrüstung in 33 Schulen

Dipl.-Ing. Ulf Greiner Mai
[ö. b. u. v. SV für Lichttechnik und Ingenieurhonorare, Halle]
Raum- und Lichtplanungen – Vergütungs- und Haftungsfragen sowie aktuelle Rechtsprechung

Schlusswort/ Verabschiedung
ca. 16.30 Uhr
Ende der Veranstaltung

Stadtführungen

www.lile.wba-weimar.de


MAURIZIO POLLINI Klavier @ Alte Oper, Großer Saal, Frankfurt am Main
Mrz 30 um 20:00 – 22:00


Frédéric Chopin Nocturnes op. 27, Ballade Nr. 3 As-Dur op. 47, Ballade Nr. 4 f-Moll op. 52, Berceuse Des-Dur op. 57, Scherzo Nr. 1 h-Moll op. 20, 2 Nocturnes op. 55, Sonate h-Moll op. 58

Eine glückliche Verbindung, die länger als ein halbes Jahrhundert währt: Seit Maurizio Pollini 1960 im Alter von 18 Jahren in Warschau als Sieger aus dem Chopin-Wettbewerb hervorging, gilt der Pianist und Dirigent als eine der obersten Instanzen in Sachen Chopin-Interpretation. Gerühmt werden weltweit Pollinis Anschlagskultur und die Klarheit seines Spiels. Joachim Kaiser schätzte an Pollinis Chopin-Spiel das stets Festliche, Vorwärtsstrebende – und die Tatsache, dass Pollini sich gerade nicht auf den ansonsten oft über Gebühr gedehnten Rubato-Stellen ausruhe.

„Chopin hat mich mein ganzes Leben begleitet, von meiner Kindheit an“, sagte Pollini einmal in einem Interview. „Meine Chopin-Liebe wurde über die Jahre immer größer, vielleicht, weil ich seine Musik inzwischen noch besser verstehe.“ Dass der Pianist dabei einige Vorurteile ausräumen musste, ist ihm bewusst: „Chopin ist ein viel tiefgründigerer Komponist, als man gemeinhin glaubt oder als sein Klischee es nahelegt.“

Am Donnerstag, 30. März 2017, steht dementsprechend auch Musik von Chopin auf dem Programm, wenn Maurizio Pollini der Einladung in die Alte Oper Frankfurt folgt. Von 20.00 Uhr an zeigt er im Großen Saal die Bandbreite der Stimmungen, die Chopin in seinen Miniaturen zu bündeln wusste: Schmerzhafte Leidenschaft einerseits und zarte Idylle andererseits in den beiden Nocturnes op. 27, märchenhafte Erzählungen und Nachdenkliches in den Balladen Nr. 3 und 4, Verträumtes in der Berceuse op. 57 und schließlich das dämonisch-entfesselte Scherzo Nr. 1. In der zweiten Konzerthälfte widmet sich Pollini wiederum Chopin – er spielt die beiden Nocturnes op. 55 und beendet sein Rezital mit der Sonate h-Moll op. 58.

Veranstalter: Alte Oper Frankfurt in Kooperation mit der Pro Arte Frankfurter Konzertdirektion

€ 35,- / 49,- / 68,- / 82,- (Endpreise)

Tickethotline: 069 / 13 40 400 ▪ www.alteoper.de


Apr
2
So
2017
LiteraturLounge: Otto de Kat „Die längste Nacht“ @ Haus am Dom – Giebelsaal, Frankfurt am Main
Apr 2 um 11:00 – 12:30


LiteraturLounge im Haus am Dom – Giebelsaal
Domplatz 3, Frankfurt

Liebe Freundinnen und Freunde der LiteraturLounge,

wir laden Sie herzlich ein
am Sonntag, 2. April 2017, um 11.00 Uhr
Unsere Gast: Otto de Kat / Lesung aus: „Die längste Nacht“
Moderation: Martin Maria Schwarz (hr2-kultur)

Seit der Befreiung der Niederlande wohnt Emma Verweij in Rotterdam in einer Straße, die während des Kriegs zu einer Bastion der Freundschaft und Liebe unter den Bewohnern geworden ist. Sie heiratet Bruno, bekommt zwei Söhne und ist entschlossen, die Zeit auszublenden, die sie mit ihrem ersten Mann Carl im Nazi-Berlin verbrachte.
Nun ist sie sechsundneunzig Jahre alt und bereitet sich auf das Ende ihres Lebens vor: Noch einmal durchlebt sie die glücklichen Jahre, doch immer häufiger drängen lang vergangene Erlebnisse in ihr Bewusstsein. Zurück kehren die verschwundenen Lieben, ihr Vater, Carl, die Freunde.
In seinem beeindruckenden neuen Roman „Die längste Nacht“ verbindet Otto de Kat europäische Geschichte zu einem bilderreichen Ganzen, wobei die Grenzen zwischen Vergangenheit und heute verschwimmen und Emma ihr Leben in glasklaren Fragmenten wiederholt.
Otto de Kat, 1946 geboren, studierte u. a. niederländische Literatur an der Universität Leiden. Er war Kritiker und Herausgeber und ist seit zehn Jahren Schriftsteller.
Mit seinem Roman „Eine Tochter in Berlin“ (2013) war Otto de Kat schon einmal Gast in der LiteraturLounge.

Mit seinem Roman „Eine Tochter in Berlin“ (2013) war Otto de Kat schon einmal Gast in der LiteraturLounge.

Eintritt frei.
Im 1. Stock bietet das Restaurant „Cucina della Grazie“ einen kleinen Imbiß an.


GUSTAV MAHLER JUGENDORCHESTER @ Alte Oper, Großer Saal, Frankfurt am Main
Apr 2 um 19:00 – 20:45


DANIEL HARDING Leitung
CHRISTIAN GERHAHER Bariton

Sonntag, 2. April 2017 ▪ Großer Saal ▪ 19.00 Uhr
Daniel Harding © Julian Hargreaves / Christian Gerhaher © Thomas Egli
Arnold Schönberg 5 Orchesterstücke op. 16
Hector Berlioz Les nuits d’été
Robert Schumann Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61

30 Jahre lang jung geblieben: Seit seiner Gründung durch Claudio Abbado im Jahr 1987 gilt das Gustav Mahler Jugendorchester als eines der führenden Jugendorchester weltweit und zugleich als geglücktes Exempel europäischer Harmonie. Sein Jubiläum feiert das Orchester, das unter dem Patronat des Europarates steht, derzeit mit einer großen Ostertournee, die ihren Abschluss am Sonntag, 2. April 2017, von 19.00 Uhr an im Großen Saal der Alten Oper Frankfurt findet. Am Dirigentenpult steht dabei Daniel Harding – eine Premiere für den britischen Dirigenten, der allerdings mit den Grundprinzipien des Orchesters bestens vertraut ist: Acht Jahre lang, von 2003 bis 2011 leitete der ehemalige Assistent von Sir Simon Rattle und Claudio Abbado, inzwischen längst selbst einer der führenden Dirigenten unserer Zeit, als Musikdirektor das Mahler Chamber Orchestra, welches 1997 aus dem Gustav Mahler Jugendorchester hervorgegangen war.

Keine Premiere, weder für Daniel Harding noch für das Gustav Mahler Jugendorchester, ist die Zusammenarbeit mit dem weltweit gefeierten deutschen Bariton Christian Gerhaher, der an dem Abend in der Alten Oper den Solopart in „Les nuits d’été“ von Hector Berlioz übernimmt. Berlioz’ sechsteiliger Liederzyklus nach Gedichten von Théophile Gaultier, ursprünglich für Singstimme und Klavier komponiert und 1856 als Orchesterversion komplettiert, kündet von verlorener Liebe und scheint damit in Verbindung gestanden zu haben zur Seelenlage des Komponisten, dessen Gefühle für seine Geliebte Harriet Smithson abgekühlt waren – jene Schauspielerin, die ihn bei der „Symphonie fantastique“ noch zutiefst inspiriert hatte.

Eingefasst werden die herb-leuchtenden „Sommernächte“ durch Arnold Schönbergs wegweisende „Fünf Orchesterstücke“ op. 16 (in der Fassung von 1909) sowie Robert Schumanns zweite Sinfonie. Von den dunklen Tagen, an denen Schumann, von Depressionen geplagt, die Sinfonie komponierte, verraten die vier Sätze nichts. Haften bleiben beim Hörer hingegen vor allem das Adagio espressivo mit seinem sich stetig emporschraubenden „Ich fühl’ es“-Motiv sowie das ausgelassene Finale.

Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft der Freunde der Alten Oper Frankfurt
Abonnement Sonntagabendkonzerte
€ 27,- / 39,- / 54,- / 69,- (Endpreise)
Tickethotline: 069 / 13 40 400 ▪ www.alteoper.de


Apr
4
Di
2017
@ Architekturzentrum im Kulturbahnhof, Kassel
Apr 4 um 19:30 – 22:00


Hiermit laden das KAZimKUBA
und der Deutsche Werkbund Hessen (DWB)
Sie und Ihre Freunde herzlich ein zu
Vortrag und Lesung

GROSSE PLÄNE FÜR KASSEL 1919 – 1949
Projekte zu Stadtenwicklung und StädtebauDr. Folckert Lüken-Isberner

04.April 2017um 19.30 Uhr im KAZ im KUBA
Begrüßung
Barbara Ettinger-Brinckmann
Vorsitzende des KAZimKUBA e.V.Einführung
Prof. Christian Kopetzki
Hochschullehrer und Stadtforscher

Die Weimarer und NS-Zeit wartet auf mit einer Fülle von Visionen und Projekten zur räumlichen Entwicklung der Stadt Kassel. Dieses wenig bekannte Kapitel der Stadtplanungsgeschichte ist durch die Forschung jetzt in einem Buch aufgearbeitet und dokumentiert.

Die seinerzeitigen Planungen waren getragen von einem autokratischen Planungsverständnis, das bis in die Phase des „Wieder“-Aufbaus hineinwirkte.
Vortrag und Lesung des Autors, Folckert Lüken-Isberner, präsentieren einzelne Projekte und verdeutlichen, vor welch‘ anderen Rahmenbedingungen als heute sich „Planungskultur“ seinerzeit verstand.

Kasseler Architekturzentrum im Kulturbahnhof
Rainer-Dierichs-Platz 1 · 34117 Kassel

www.kazimkuba.de


Apr
9
So
2017
Konzertreihe M13 @ Christuskirche, Frankfurt am Main
Apr 9 um 17:00 – 19:00


Seit 14 Jahren existiert im Frankfurter Nordend die Konzertreihe M 13 der Christuskirche am Merianplatz 13. Im Turnus von zwei bis drei Monaten öffnet die ev.-method. Kirchengemeinde sonntags um 17 Uhr für Künstler und Publikum ihre Türen. Der Eintritt ist frei. Spenden sind zur Deckung der Kosten willkommen.

Die Akustik im Kirchenschiff mit einer Deckenhöhe von sechs Metern bietet Raum für konzertante Anlässe. Die rotbraune Backsteinkirche wurde im Stil der Neo-Renaissance im Jahre 1889 erbaut. Neben Orgel, die zum Bestand zählt, ist auch Platz um einen großen Flügel aufzustellen und den Klang dafür zu entfalten.

Mit Beginn 2017 hat Christoph Wend die Leitung und Organisation der Konzertreihe an Regina Rumohr und Mareike Beckmann übergeben. Die Geigerin M. Beckmann spielt in mehreren Ensembles und R. Rumohr ist ehrenamtlich in der Christuskirche aktiv. Die beiden haben für 2017 ein spannendes Programm zusammengestellt. Zur Premiere spielte am 22. Januar die Camerata Kronberg mit Mareike Beckmann (Barock-Violine), Anna Dückert (Harfe und Geige), Christoph Seehase (Laute und Barockgitarre) und Brigitte Hertel (Virginal und Orgelpositiv).

Am 05. März um 17 Uhr spielt das Duo il Sogno. Cordula Schnorr (Querflöte) und Bettina Linck (Harfe) spielen Werke von Bach, Fauré, Rutter und Borne. Am 09. April gastiert die Sängerin Susanne Kanold mit ihrer Popband. Was sich hinter dem Ensemble Georg verbirgt, erfahren die Zuhörer am 03. Dezember 2017. Dazwischen gibt es Traditionelles wie die Ginnheimer Kantorei am 24. September, Ungewöhnliches wie das Trio Colori (25. Juni) und Vertrautes wie das Duo Schwab & Ahlert (05. November).

Mareike Beckmann berichtet: „Unser erstes Konzert, das wir unter dem Motto – von Katzen, Vögeln und Fröschen in der Musik – gestellt hatten, besuchten rund 60 Musikbegeisterte. Darunter befanden sich viele Familien, die ihren tierischen Spaß hatten.“ Mareike Beckmann sieht die Konzertreihe nicht in der Konkurrenz zu den vielfältigen kirchenmusikalischen Angeboten in Frankfurt. Sie betont: „Wir wollen unser Publikum vor allem mit Künstlern zusammenbringen, die in der Region wirken.“

Meldung:  EMK, Christuskirche, Merianplatz 13, 60316 Frankfurt


Apr
19
Mi
2017
Die Stadt + DAS ZWIELICHT @ Deutsches Architektur Museum, Frankfurt am Main
Apr 19 um 19:00 – 19:30


Wo in Frankfurt die Halbwelt herrscht
Enrico Sauda, Gesellschaftskolumnist der Frankfurter Neuen Presse


Apr
24
Mo
2017
Tage der Utopie 2017 @ Bildungshaus St. Arbogast, Götzis / Vorarlberg
Apr 24 ganztägig


24. – 30. April 2017 (Mo – So) im Bildungshaus St. Arbogast, Götzis / Vorarlberg

Entwürfe für eine gute Zukunft – das Festival für visionäre Ansätze mit Vorträgen, Dialogen, Workshops, Aufstellungen, Morgenmeditation, Pausen und Neuer Musik

In der letzten Aprilwoche wird das Bildungshaus St. Arbogast in Götzis, Vorarlberg wieder zu einem Zentrum zukunftsweisender Ideen, Konzepte und Diskussionen. Unkonventionell vom Charakter und vielfältig von den Themen und Angeboten her gehören die Tage der Utopie zu den erfolgreichsten Bildungsevents im Bodenseeraum. Bereits zum 8. Mal lädt die biennal veranstaltete und mit dem Staatspreis für Erwachsenenbildung ausgezeichnete Tagung über 1.200 Teilnehmende zum regen Austausch in einzigartiger Atmosphäre. Allen Interessierten sei empfohlen, sich möglichst rasch Restkarten für das Festival zu sichern.

Eine Kernidee der Veranstaltungsreihe mit Vorbildwirkung ist das Entwerfen, Präsentieren und Diskutieren gesellschaftspolitischer Perspektiven auf eine wünschenswerte Zukunft hin. In der persönlichen Begegnung mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Bereichen eröffnet sich ein offener Dialog, der durch die spezielle Konzeption der Tagung intensiviert wird. So finden die allabendlichen Vorträge zunächst einen künstlerisch-kreativen Nachhall in den darauf abgestimmten Auftragskompositionen – während an den darauf folgenden Vormittagen die Entwürfe der Vortragenden diskutiert und in professionell begleiteten Kreis-Dialogen oder systemischen Aufstellungen schöpferisch erforscht werden.

Statt auf ein Generalthema wird bei den Tagen der Utopie stets auf ein buntes Mosaik von experimentellen Ansätzen, zukunftsweisenden Konzepten wie auch bereits bewährten, beispielgebenden Innovationen gesetzt. Es gilt, sich alternativen, bis dato ungeahnten, schlicht besseren Möglichkeiten zuzuwenden, wobei der Begriff der Utopie nicht als Rezept, sondern als Haltung, als ein Instrument für Entwicklung und Austausch verstanden wird.

„Die Utopie eröffnet durch ihren Unterschied zum Status quo ein produktives Vokabular für Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Gestaltung. Sie ist weniger das Ziel, als Schwung und Richtung sich aufzumachen. Der Weg entsteht immer beim Gehen. Aber es ist entscheidend, welchen geistigen Landschaften wir uns bewegen. Welche Bilder uns navigieren. Und ob wir uns vereinzelt oder in Gemeinschaft empfinden“, wie die Kuratoren Hans-Joachim Gögl und Josef Kittinger unterstreichen. Wenngleich die Entwürfe in die Zukunft weisen, spiegelt sich unter anderem auch der aktuelle gesellschaftspolitische Zeithorizont im Festivalprogramm, das wieder ein spannendes Themenspektrum aufweist.

Über gutes Leben in einem gelingenden Gemeinwesen

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Eröffnet wird der Vortragsreigen von Jos de Blok, dem Gründer des international Schule machenden mobilen Pflegemodells BUURTZORG, das die medizinisch-soziale Versorgung von Menschen zu Hause revolutionierte – so arbeiten bereits über 10.000 Pflegekräfte autonom und ­in selbstgemanagten Teams für mehr Menschlichkeit und weniger Bürokratie.

Am Dienstag folgt der Vortrag der Schriftstellerin und Integrationsexpertin Jagoda Marinić, die 2012 mit dem Aufbau des vorbildlich partizipatorischen IZ in Heidelberg begann – einem Welcome-Center für Neu-Heidelberger mit integrierter Ausländerbehörde, aber auch mit einem speziellen Kulturprogramm: „Von der Willkommenskultur zur Integrationskultur“.

Am Donnerstagabend referiert Friedrich Glasl, einer der renommiertesten Konfliktforscher und Mediatoren Europas, in Zusammenhang mit der Flüchtlingsintegration über die grundsätzlichen Bedingungen, durch die, auch in den Gastländern, Frieden geschaffen und erhalten werden kann – „Weil nur die Abwesenheit von Krieg allein noch nicht Frieden ist“.

Freitagabend reflektiert dann Verena Ringler, die Leiterin des Bereichs Internationale Verständigung der Stiftung Mercator in Deutschland, über individuelle, politische sowie gesellschaftliche Herausforderungen, um die Handlungsfähigkeit des gemeinsamen Europas zu befördern. Ihr Appell: „Wir sind immer noch jene, auf die wir gewartet haben.“

Abgeschlossen wird die Vortragsreihe am Samstagabend von Hartmut Rosa, der zu den meistdiskutierten Soziologen im europäischen Raum zählt. Sein zuletzt erschienenes Buch „Resonanz: Eine Soziologie der Weltbeziehung“ – so auch der Titel seines Vortrags – wurde 2016 mit dem „Tractatus“, dem Essay-Preis des Philosophicum Lech bedacht.

Utopia in Concert – Festspiel für ein All-Star-Ensemble
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Seit den ersten „Tagen der Utopie“ 2003 werden die präsentierten Zukunftsbilder von Neuer Musik begleitet, was mit zur unverwechselbaren Atmosphäre des Festivals beiträgt. So wurden jedes Mal Musikerinnen und Musiker eingeladen, die gesamte Woche vor Ort zu verbringen und auf die sechs Themenabende mit jeweils zwei eigens dafür komponierten Stücken zu reagieren sowie diese selbst uraufzuführen. Durch dieses besondere »Artist in Residence-Programm« entstanden freundschaftliche Beziehungen zu außergewöhnlichen KlangkünstlerInnen aus aller Welt, wobei es heuer mit Sämtlichen ein Wiedersehen gibt.

Am Mittwoch, den 26. April um 19 Uhr lädt das sich somit formierende All-Star-Ensemble aus rund 15 Jahren „Tage der Utopie“ zu einem Konzert, das zweifellos für ein einzigartiges Klangerlebnis garantieren dürfte. Zu hören sind: der in Paris lebende und aus Vorarlberg stammende, vielseitige Kontrabassist Peter Herbert, der international renommierte, teils in New York, teils in Vorarlberg lebende Jazzpianist Peter Madsen, die gefragte französisch-amerikanische Komponistin und Klarinettistin Carol Robinson, der aus Irland stammende, herausragende Bratschist Garth Knox, die gefeierte Avantgarde-Cellistin Frances-Marie Uitti sowie Pascal Contet, ein wahrer Meister der Improvisation auf dem Akkordeon.

WIRKstätten der Utopie – So kommt das Neue in die Welt
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Wirkung und Strahlkraft der »Tage der Utopie« haben immer wieder zu konkreten Unternehmungen inspiriert. Seit 2013 können Projekte eingereicht und dank Kooperation mit gemeinnützigen Stiftungen von der Vision bis hin zur praktischen Umsetzung mit professionellem Know-how begleitet und unterstützt werden. So entstand unter anderem 2013 das Konzept „Bänklehock – Ein Dorffest das sitzt“, das ausgehend von Nüziders mittlerweile von Gemeinden in ganz Österreich aufgegriffen wurde. Nachdem im Jahr 2015 eine Teilnehmerin die Idee einer »Schule des Lebens« (so der Arbeitstitel) entwickelt hatte, wurden sie und ihr Team von den WIRKstätten bei einer Machbarkeitsstudie unterstützt.

Im Oktober 2016 wurde aus der Schule des Lebens das »Kernjahr«, das derzeit als erste Pilotanwendung in Lochau läuft. Dabei handelt es sich um ein professionell begleitetes Orientierungsjahr für Jugendliche, die noch auf der Suche nach ihrem eigenen Weg sind. Auch 2017 laden die WIRKstätten wieder zum Vorbringen von innovativen Vorhaben und Ideen, die für ihre Umsetzung entsprechende Aufmerksamkeit und Begleitung benötigen. Vorschläge können während der »Tage der Utopie« deponiert und besprochen werden.

Junge Utopie – Mußestunden für Entwicklung
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Ein erklärtes Ziel der „Tage der Utopie“ ist es auch, Jugendliche an der gesellschaftlichen Entwicklung zu beteiligen und ihren Vorschlägen ein Forum der Auseinandersetzung und des aufmerksamen Zuhörens zu bieten. So treffen sich bereits im Vorfeld des Festivals Jugendliche und junge Erwachsene in einem Camp und begeben sich auf eine spannende gemeinsame Reise nach Utopia. Informationen zur Anmeldung finden sich online. Zudem werden unter dem Titel »freigeist – junge initiative arbogast« 20 Gratis-Tickets an junge Leute (16 bis 26 Jahre) für alle Festivalabende und Workshops vergeben. Nach dem Motto „first come, first serve“ empfiehlt sich eine frühe Anmeldung – ebenfalls auf der Website.

Das detaillierte Programm der “Tage der Utopie” 2017 – das neben den Vorträgen auch Dialoge, Workshops und Aufstellungen umfasst – findet sich auf www.tagederutopie.org.


Apr
25
Di
2017
Tage der Utopie 2017 @ Bildungshaus St. Arbogast, Götzis / Vorarlberg
Apr 25 ganztägig


24. – 30. April 2017 (Mo – So) im Bildungshaus St. Arbogast, Götzis / Vorarlberg

Entwürfe für eine gute Zukunft – das Festival für visionäre Ansätze mit Vorträgen, Dialogen, Workshops, Aufstellungen, Morgenmeditation, Pausen und Neuer Musik

In der letzten Aprilwoche wird das Bildungshaus St. Arbogast in Götzis, Vorarlberg wieder zu einem Zentrum zukunftsweisender Ideen, Konzepte und Diskussionen. Unkonventionell vom Charakter und vielfältig von den Themen und Angeboten her gehören die Tage der Utopie zu den erfolgreichsten Bildungsevents im Bodenseeraum. Bereits zum 8. Mal lädt die biennal veranstaltete und mit dem Staatspreis für Erwachsenenbildung ausgezeichnete Tagung über 1.200 Teilnehmende zum regen Austausch in einzigartiger Atmosphäre. Allen Interessierten sei empfohlen, sich möglichst rasch Restkarten für das Festival zu sichern.

Eine Kernidee der Veranstaltungsreihe mit Vorbildwirkung ist das Entwerfen, Präsentieren und Diskutieren gesellschaftspolitischer Perspektiven auf eine wünschenswerte Zukunft hin. In der persönlichen Begegnung mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Bereichen eröffnet sich ein offener Dialog, der durch die spezielle Konzeption der Tagung intensiviert wird. So finden die allabendlichen Vorträge zunächst einen künstlerisch-kreativen Nachhall in den darauf abgestimmten Auftragskompositionen – während an den darauf folgenden Vormittagen die Entwürfe der Vortragenden diskutiert und in professionell begleiteten Kreis-Dialogen oder systemischen Aufstellungen schöpferisch erforscht werden.

Statt auf ein Generalthema wird bei den Tagen der Utopie stets auf ein buntes Mosaik von experimentellen Ansätzen, zukunftsweisenden Konzepten wie auch bereits bewährten, beispielgebenden Innovationen gesetzt. Es gilt, sich alternativen, bis dato ungeahnten, schlicht besseren Möglichkeiten zuzuwenden, wobei der Begriff der Utopie nicht als Rezept, sondern als Haltung, als ein Instrument für Entwicklung und Austausch verstanden wird.

„Die Utopie eröffnet durch ihren Unterschied zum Status quo ein produktives Vokabular für Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Gestaltung. Sie ist weniger das Ziel, als Schwung und Richtung sich aufzumachen. Der Weg entsteht immer beim Gehen. Aber es ist entscheidend, welchen geistigen Landschaften wir uns bewegen. Welche Bilder uns navigieren. Und ob wir uns vereinzelt oder in Gemeinschaft empfinden“, wie die Kuratoren Hans-Joachim Gögl und Josef Kittinger unterstreichen. Wenngleich die Entwürfe in die Zukunft weisen, spiegelt sich unter anderem auch der aktuelle gesellschaftspolitische Zeithorizont im Festivalprogramm, das wieder ein spannendes Themenspektrum aufweist.

Über gutes Leben in einem gelingenden Gemeinwesen

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Eröffnet wird der Vortragsreigen von Jos de Blok, dem Gründer des international Schule machenden mobilen Pflegemodells BUURTZORG, das die medizinisch-soziale Versorgung von Menschen zu Hause revolutionierte – so arbeiten bereits über 10.000 Pflegekräfte autonom und ­in selbstgemanagten Teams für mehr Menschlichkeit und weniger Bürokratie.

Am Dienstag folgt der Vortrag der Schriftstellerin und Integrationsexpertin Jagoda Marinić, die 2012 mit dem Aufbau des vorbildlich partizipatorischen IZ in Heidelberg begann – einem Welcome-Center für Neu-Heidelberger mit integrierter Ausländerbehörde, aber auch mit einem speziellen Kulturprogramm: „Von der Willkommenskultur zur Integrationskultur“.

Am Donnerstagabend referiert Friedrich Glasl, einer der renommiertesten Konfliktforscher und Mediatoren Europas, in Zusammenhang mit der Flüchtlingsintegration über die grundsätzlichen Bedingungen, durch die, auch in den Gastländern, Frieden geschaffen und erhalten werden kann – „Weil nur die Abwesenheit von Krieg allein noch nicht Frieden ist“.

Freitagabend reflektiert dann Verena Ringler, die Leiterin des Bereichs Internationale Verständigung der Stiftung Mercator in Deutschland, über individuelle, politische sowie gesellschaftliche Herausforderungen, um die Handlungsfähigkeit des gemeinsamen Europas zu befördern. Ihr Appell: „Wir sind immer noch jene, auf die wir gewartet haben.“

Abgeschlossen wird die Vortragsreihe am Samstagabend von Hartmut Rosa, der zu den meistdiskutierten Soziologen im europäischen Raum zählt. Sein zuletzt erschienenes Buch „Resonanz: Eine Soziologie der Weltbeziehung“ – so auch der Titel seines Vortrags – wurde 2016 mit dem „Tractatus“, dem Essay-Preis des Philosophicum Lech bedacht.

Utopia in Concert – Festspiel für ein All-Star-Ensemble
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Seit den ersten „Tagen der Utopie“ 2003 werden die präsentierten Zukunftsbilder von Neuer Musik begleitet, was mit zur unverwechselbaren Atmosphäre des Festivals beiträgt. So wurden jedes Mal Musikerinnen und Musiker eingeladen, die gesamte Woche vor Ort zu verbringen und auf die sechs Themenabende mit jeweils zwei eigens dafür komponierten Stücken zu reagieren sowie diese selbst uraufzuführen. Durch dieses besondere »Artist in Residence-Programm« entstanden freundschaftliche Beziehungen zu außergewöhnlichen KlangkünstlerInnen aus aller Welt, wobei es heuer mit Sämtlichen ein Wiedersehen gibt.

Am Mittwoch, den 26. April um 19 Uhr lädt das sich somit formierende All-Star-Ensemble aus rund 15 Jahren „Tage der Utopie“ zu einem Konzert, das zweifellos für ein einzigartiges Klangerlebnis garantieren dürfte. Zu hören sind: der in Paris lebende und aus Vorarlberg stammende, vielseitige Kontrabassist Peter Herbert, der international renommierte, teils in New York, teils in Vorarlberg lebende Jazzpianist Peter Madsen, die gefragte französisch-amerikanische Komponistin und Klarinettistin Carol Robinson, der aus Irland stammende, herausragende Bratschist Garth Knox, die gefeierte Avantgarde-Cellistin Frances-Marie Uitti sowie Pascal Contet, ein wahrer Meister der Improvisation auf dem Akkordeon.

WIRKstätten der Utopie – So kommt das Neue in die Welt
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Wirkung und Strahlkraft der »Tage der Utopie« haben immer wieder zu konkreten Unternehmungen inspiriert. Seit 2013 können Projekte eingereicht und dank Kooperation mit gemeinnützigen Stiftungen von der Vision bis hin zur praktischen Umsetzung mit professionellem Know-how begleitet und unterstützt werden. So entstand unter anderem 2013 das Konzept „Bänklehock – Ein Dorffest das sitzt“, das ausgehend von Nüziders mittlerweile von Gemeinden in ganz Österreich aufgegriffen wurde. Nachdem im Jahr 2015 eine Teilnehmerin die Idee einer »Schule des Lebens« (so der Arbeitstitel) entwickelt hatte, wurden sie und ihr Team von den WIRKstätten bei einer Machbarkeitsstudie unterstützt.

Im Oktober 2016 wurde aus der Schule des Lebens das »Kernjahr«, das derzeit als erste Pilotanwendung in Lochau läuft. Dabei handelt es sich um ein professionell begleitetes Orientierungsjahr für Jugendliche, die noch auf der Suche nach ihrem eigenen Weg sind. Auch 2017 laden die WIRKstätten wieder zum Vorbringen von innovativen Vorhaben und Ideen, die für ihre Umsetzung entsprechende Aufmerksamkeit und Begleitung benötigen. Vorschläge können während der »Tage der Utopie« deponiert und besprochen werden.

Junge Utopie – Mußestunden für Entwicklung
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Ein erklärtes Ziel der „Tage der Utopie“ ist es auch, Jugendliche an der gesellschaftlichen Entwicklung zu beteiligen und ihren Vorschlägen ein Forum der Auseinandersetzung und des aufmerksamen Zuhörens zu bieten. So treffen sich bereits im Vorfeld des Festivals Jugendliche und junge Erwachsene in einem Camp und begeben sich auf eine spannende gemeinsame Reise nach Utopia. Informationen zur Anmeldung finden sich online. Zudem werden unter dem Titel »freigeist – junge initiative arbogast« 20 Gratis-Tickets an junge Leute (16 bis 26 Jahre) für alle Festivalabende und Workshops vergeben. Nach dem Motto „first come, first serve“ empfiehlt sich eine frühe Anmeldung – ebenfalls auf der Website.

Das detaillierte Programm der “Tage der Utopie” 2017 – das neben den Vorträgen auch Dialoge, Workshops und Aufstellungen umfasst – findet sich auf www.tagederutopie.org.


Apr
26
Mi
2017
Tage der Utopie 2017 @ Bildungshaus St. Arbogast, Götzis / Vorarlberg
Apr 26 ganztägig


24. – 30. April 2017 (Mo – So) im Bildungshaus St. Arbogast, Götzis / Vorarlberg

Entwürfe für eine gute Zukunft – das Festival für visionäre Ansätze mit Vorträgen, Dialogen, Workshops, Aufstellungen, Morgenmeditation, Pausen und Neuer Musik

In der letzten Aprilwoche wird das Bildungshaus St. Arbogast in Götzis, Vorarlberg wieder zu einem Zentrum zukunftsweisender Ideen, Konzepte und Diskussionen. Unkonventionell vom Charakter und vielfältig von den Themen und Angeboten her gehören die Tage der Utopie zu den erfolgreichsten Bildungsevents im Bodenseeraum. Bereits zum 8. Mal lädt die biennal veranstaltete und mit dem Staatspreis für Erwachsenenbildung ausgezeichnete Tagung über 1.200 Teilnehmende zum regen Austausch in einzigartiger Atmosphäre. Allen Interessierten sei empfohlen, sich möglichst rasch Restkarten für das Festival zu sichern.

Eine Kernidee der Veranstaltungsreihe mit Vorbildwirkung ist das Entwerfen, Präsentieren und Diskutieren gesellschaftspolitischer Perspektiven auf eine wünschenswerte Zukunft hin. In der persönlichen Begegnung mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Bereichen eröffnet sich ein offener Dialog, der durch die spezielle Konzeption der Tagung intensiviert wird. So finden die allabendlichen Vorträge zunächst einen künstlerisch-kreativen Nachhall in den darauf abgestimmten Auftragskompositionen – während an den darauf folgenden Vormittagen die Entwürfe der Vortragenden diskutiert und in professionell begleiteten Kreis-Dialogen oder systemischen Aufstellungen schöpferisch erforscht werden.

Statt auf ein Generalthema wird bei den Tagen der Utopie stets auf ein buntes Mosaik von experimentellen Ansätzen, zukunftsweisenden Konzepten wie auch bereits bewährten, beispielgebenden Innovationen gesetzt. Es gilt, sich alternativen, bis dato ungeahnten, schlicht besseren Möglichkeiten zuzuwenden, wobei der Begriff der Utopie nicht als Rezept, sondern als Haltung, als ein Instrument für Entwicklung und Austausch verstanden wird.

„Die Utopie eröffnet durch ihren Unterschied zum Status quo ein produktives Vokabular für Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Gestaltung. Sie ist weniger das Ziel, als Schwung und Richtung sich aufzumachen. Der Weg entsteht immer beim Gehen. Aber es ist entscheidend, welchen geistigen Landschaften wir uns bewegen. Welche Bilder uns navigieren. Und ob wir uns vereinzelt oder in Gemeinschaft empfinden“, wie die Kuratoren Hans-Joachim Gögl und Josef Kittinger unterstreichen. Wenngleich die Entwürfe in die Zukunft weisen, spiegelt sich unter anderem auch der aktuelle gesellschaftspolitische Zeithorizont im Festivalprogramm, das wieder ein spannendes Themenspektrum aufweist.

Über gutes Leben in einem gelingenden Gemeinwesen

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Eröffnet wird der Vortragsreigen von Jos de Blok, dem Gründer des international Schule machenden mobilen Pflegemodells BUURTZORG, das die medizinisch-soziale Versorgung von Menschen zu Hause revolutionierte – so arbeiten bereits über 10.000 Pflegekräfte autonom und ­in selbstgemanagten Teams für mehr Menschlichkeit und weniger Bürokratie.

Am Dienstag folgt der Vortrag der Schriftstellerin und Integrationsexpertin Jagoda Marinić, die 2012 mit dem Aufbau des vorbildlich partizipatorischen IZ in Heidelberg begann – einem Welcome-Center für Neu-Heidelberger mit integrierter Ausländerbehörde, aber auch mit einem speziellen Kulturprogramm: „Von der Willkommenskultur zur Integrationskultur“.

Am Donnerstagabend referiert Friedrich Glasl, einer der renommiertesten Konfliktforscher und Mediatoren Europas, in Zusammenhang mit der Flüchtlingsintegration über die grundsätzlichen Bedingungen, durch die, auch in den Gastländern, Frieden geschaffen und erhalten werden kann – „Weil nur die Abwesenheit von Krieg allein noch nicht Frieden ist“.

Freitagabend reflektiert dann Verena Ringler, die Leiterin des Bereichs Internationale Verständigung der Stiftung Mercator in Deutschland, über individuelle, politische sowie gesellschaftliche Herausforderungen, um die Handlungsfähigkeit des gemeinsamen Europas zu befördern. Ihr Appell: „Wir sind immer noch jene, auf die wir gewartet haben.“

Abgeschlossen wird die Vortragsreihe am Samstagabend von Hartmut Rosa, der zu den meistdiskutierten Soziologen im europäischen Raum zählt. Sein zuletzt erschienenes Buch „Resonanz: Eine Soziologie der Weltbeziehung“ – so auch der Titel seines Vortrags – wurde 2016 mit dem „Tractatus“, dem Essay-Preis des Philosophicum Lech bedacht.

Utopia in Concert – Festspiel für ein All-Star-Ensemble
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Seit den ersten „Tagen der Utopie“ 2003 werden die präsentierten Zukunftsbilder von Neuer Musik begleitet, was mit zur unverwechselbaren Atmosphäre des Festivals beiträgt. So wurden jedes Mal Musikerinnen und Musiker eingeladen, die gesamte Woche vor Ort zu verbringen und auf die sechs Themenabende mit jeweils zwei eigens dafür komponierten Stücken zu reagieren sowie diese selbst uraufzuführen. Durch dieses besondere »Artist in Residence-Programm« entstanden freundschaftliche Beziehungen zu außergewöhnlichen KlangkünstlerInnen aus aller Welt, wobei es heuer mit Sämtlichen ein Wiedersehen gibt.

Am Mittwoch, den 26. April um 19 Uhr lädt das sich somit formierende All-Star-Ensemble aus rund 15 Jahren „Tage der Utopie“ zu einem Konzert, das zweifellos für ein einzigartiges Klangerlebnis garantieren dürfte. Zu hören sind: der in Paris lebende und aus Vorarlberg stammende, vielseitige Kontrabassist Peter Herbert, der international renommierte, teils in New York, teils in Vorarlberg lebende Jazzpianist Peter Madsen, die gefragte französisch-amerikanische Komponistin und Klarinettistin Carol Robinson, der aus Irland stammende, herausragende Bratschist Garth Knox, die gefeierte Avantgarde-Cellistin Frances-Marie Uitti sowie Pascal Contet, ein wahrer Meister der Improvisation auf dem Akkordeon.

WIRKstätten der Utopie – So kommt das Neue in die Welt
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Wirkung und Strahlkraft der »Tage der Utopie« haben immer wieder zu konkreten Unternehmungen inspiriert. Seit 2013 können Projekte eingereicht und dank Kooperation mit gemeinnützigen Stiftungen von der Vision bis hin zur praktischen Umsetzung mit professionellem Know-how begleitet und unterstützt werden. So entstand unter anderem 2013 das Konzept „Bänklehock – Ein Dorffest das sitzt“, das ausgehend von Nüziders mittlerweile von Gemeinden in ganz Österreich aufgegriffen wurde. Nachdem im Jahr 2015 eine Teilnehmerin die Idee einer »Schule des Lebens« (so der Arbeitstitel) entwickelt hatte, wurden sie und ihr Team von den WIRKstätten bei einer Machbarkeitsstudie unterstützt.

Im Oktober 2016 wurde aus der Schule des Lebens das »Kernjahr«, das derzeit als erste Pilotanwendung in Lochau läuft. Dabei handelt es sich um ein professionell begleitetes Orientierungsjahr für Jugendliche, die noch auf der Suche nach ihrem eigenen Weg sind. Auch 2017 laden die WIRKstätten wieder zum Vorbringen von innovativen Vorhaben und Ideen, die für ihre Umsetzung entsprechende Aufmerksamkeit und Begleitung benötigen. Vorschläge können während der »Tage der Utopie« deponiert und besprochen werden.

Junge Utopie – Mußestunden für Entwicklung
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Ein erklärtes Ziel der „Tage der Utopie“ ist es auch, Jugendliche an der gesellschaftlichen Entwicklung zu beteiligen und ihren Vorschlägen ein Forum der Auseinandersetzung und des aufmerksamen Zuhörens zu bieten. So treffen sich bereits im Vorfeld des Festivals Jugendliche und junge Erwachsene in einem Camp und begeben sich auf eine spannende gemeinsame Reise nach Utopia. Informationen zur Anmeldung finden sich online. Zudem werden unter dem Titel »freigeist – junge initiative arbogast« 20 Gratis-Tickets an junge Leute (16 bis 26 Jahre) für alle Festivalabende und Workshops vergeben. Nach dem Motto „first come, first serve“ empfiehlt sich eine frühe Anmeldung – ebenfalls auf der Website.

Das detaillierte Programm der “Tage der Utopie” 2017 – das neben den Vorträgen auch Dialoge, Workshops und Aufstellungen umfasst – findet sich auf www.tagederutopie.org.


Apr
27
Do
2017
Tage der Utopie 2017 @ Bildungshaus St. Arbogast, Götzis / Vorarlberg
Apr 27 ganztägig


24. – 30. April 2017 (Mo – So) im Bildungshaus St. Arbogast, Götzis / Vorarlberg

Entwürfe für eine gute Zukunft – das Festival für visionäre Ansätze mit Vorträgen, Dialogen, Workshops, Aufstellungen, Morgenmeditation, Pausen und Neuer Musik

In der letzten Aprilwoche wird das Bildungshaus St. Arbogast in Götzis, Vorarlberg wieder zu einem Zentrum zukunftsweisender Ideen, Konzepte und Diskussionen. Unkonventionell vom Charakter und vielfältig von den Themen und Angeboten her gehören die Tage der Utopie zu den erfolgreichsten Bildungsevents im Bodenseeraum. Bereits zum 8. Mal lädt die biennal veranstaltete und mit dem Staatspreis für Erwachsenenbildung ausgezeichnete Tagung über 1.200 Teilnehmende zum regen Austausch in einzigartiger Atmosphäre. Allen Interessierten sei empfohlen, sich möglichst rasch Restkarten für das Festival zu sichern.

Eine Kernidee der Veranstaltungsreihe mit Vorbildwirkung ist das Entwerfen, Präsentieren und Diskutieren gesellschaftspolitischer Perspektiven auf eine wünschenswerte Zukunft hin. In der persönlichen Begegnung mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Bereichen eröffnet sich ein offener Dialog, der durch die spezielle Konzeption der Tagung intensiviert wird. So finden die allabendlichen Vorträge zunächst einen künstlerisch-kreativen Nachhall in den darauf abgestimmten Auftragskompositionen – während an den darauf folgenden Vormittagen die Entwürfe der Vortragenden diskutiert und in professionell begleiteten Kreis-Dialogen oder systemischen Aufstellungen schöpferisch erforscht werden.

Statt auf ein Generalthema wird bei den Tagen der Utopie stets auf ein buntes Mosaik von experimentellen Ansätzen, zukunftsweisenden Konzepten wie auch bereits bewährten, beispielgebenden Innovationen gesetzt. Es gilt, sich alternativen, bis dato ungeahnten, schlicht besseren Möglichkeiten zuzuwenden, wobei der Begriff der Utopie nicht als Rezept, sondern als Haltung, als ein Instrument für Entwicklung und Austausch verstanden wird.

„Die Utopie eröffnet durch ihren Unterschied zum Status quo ein produktives Vokabular für Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Gestaltung. Sie ist weniger das Ziel, als Schwung und Richtung sich aufzumachen. Der Weg entsteht immer beim Gehen. Aber es ist entscheidend, welchen geistigen Landschaften wir uns bewegen. Welche Bilder uns navigieren. Und ob wir uns vereinzelt oder in Gemeinschaft empfinden“, wie die Kuratoren Hans-Joachim Gögl und Josef Kittinger unterstreichen. Wenngleich die Entwürfe in die Zukunft weisen, spiegelt sich unter anderem auch der aktuelle gesellschaftspolitische Zeithorizont im Festivalprogramm, das wieder ein spannendes Themenspektrum aufweist.

Über gutes Leben in einem gelingenden Gemeinwesen

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Eröffnet wird der Vortragsreigen von Jos de Blok, dem Gründer des international Schule machenden mobilen Pflegemodells BUURTZORG, das die medizinisch-soziale Versorgung von Menschen zu Hause revolutionierte – so arbeiten bereits über 10.000 Pflegekräfte autonom und ­in selbstgemanagten Teams für mehr Menschlichkeit und weniger Bürokratie.

Am Dienstag folgt der Vortrag der Schriftstellerin und Integrationsexpertin Jagoda Marinić, die 2012 mit dem Aufbau des vorbildlich partizipatorischen IZ in Heidelberg begann – einem Welcome-Center für Neu-Heidelberger mit integrierter Ausländerbehörde, aber auch mit einem speziellen Kulturprogramm: „Von der Willkommenskultur zur Integrationskultur“.

Am Donnerstagabend referiert Friedrich Glasl, einer der renommiertesten Konfliktforscher und Mediatoren Europas, in Zusammenhang mit der Flüchtlingsintegration über die grundsätzlichen Bedingungen, durch die, auch in den Gastländern, Frieden geschaffen und erhalten werden kann – „Weil nur die Abwesenheit von Krieg allein noch nicht Frieden ist“.

Freitagabend reflektiert dann Verena Ringler, die Leiterin des Bereichs Internationale Verständigung der Stiftung Mercator in Deutschland, über individuelle, politische sowie gesellschaftliche Herausforderungen, um die Handlungsfähigkeit des gemeinsamen Europas zu befördern. Ihr Appell: „Wir sind immer noch jene, auf die wir gewartet haben.“

Abgeschlossen wird die Vortragsreihe am Samstagabend von Hartmut Rosa, der zu den meistdiskutierten Soziologen im europäischen Raum zählt. Sein zuletzt erschienenes Buch „Resonanz: Eine Soziologie der Weltbeziehung“ – so auch der Titel seines Vortrags – wurde 2016 mit dem „Tractatus“, dem Essay-Preis des Philosophicum Lech bedacht.

Utopia in Concert – Festspiel für ein All-Star-Ensemble
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Seit den ersten „Tagen der Utopie“ 2003 werden die präsentierten Zukunftsbilder von Neuer Musik begleitet, was mit zur unverwechselbaren Atmosphäre des Festivals beiträgt. So wurden jedes Mal Musikerinnen und Musiker eingeladen, die gesamte Woche vor Ort zu verbringen und auf die sechs Themenabende mit jeweils zwei eigens dafür komponierten Stücken zu reagieren sowie diese selbst uraufzuführen. Durch dieses besondere »Artist in Residence-Programm« entstanden freundschaftliche Beziehungen zu außergewöhnlichen KlangkünstlerInnen aus aller Welt, wobei es heuer mit Sämtlichen ein Wiedersehen gibt.

Am Mittwoch, den 26. April um 19 Uhr lädt das sich somit formierende All-Star-Ensemble aus rund 15 Jahren „Tage der Utopie“ zu einem Konzert, das zweifellos für ein einzigartiges Klangerlebnis garantieren dürfte. Zu hören sind: der in Paris lebende und aus Vorarlberg stammende, vielseitige Kontrabassist Peter Herbert, der international renommierte, teils in New York, teils in Vorarlberg lebende Jazzpianist Peter Madsen, die gefragte französisch-amerikanische Komponistin und Klarinettistin Carol Robinson, der aus Irland stammende, herausragende Bratschist Garth Knox, die gefeierte Avantgarde-Cellistin Frances-Marie Uitti sowie Pascal Contet, ein wahrer Meister der Improvisation auf dem Akkordeon.

WIRKstätten der Utopie – So kommt das Neue in die Welt
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Wirkung und Strahlkraft der »Tage der Utopie« haben immer wieder zu konkreten Unternehmungen inspiriert. Seit 2013 können Projekte eingereicht und dank Kooperation mit gemeinnützigen Stiftungen von der Vision bis hin zur praktischen Umsetzung mit professionellem Know-how begleitet und unterstützt werden. So entstand unter anderem 2013 das Konzept „Bänklehock – Ein Dorffest das sitzt“, das ausgehend von Nüziders mittlerweile von Gemeinden in ganz Österreich aufgegriffen wurde. Nachdem im Jahr 2015 eine Teilnehmerin die Idee einer »Schule des Lebens« (so der Arbeitstitel) entwickelt hatte, wurden sie und ihr Team von den WIRKstätten bei einer Machbarkeitsstudie unterstützt.

Im Oktober 2016 wurde aus der Schule des Lebens das »Kernjahr«, das derzeit als erste Pilotanwendung in Lochau läuft. Dabei handelt es sich um ein professionell begleitetes Orientierungsjahr für Jugendliche, die noch auf der Suche nach ihrem eigenen Weg sind. Auch 2017 laden die WIRKstätten wieder zum Vorbringen von innovativen Vorhaben und Ideen, die für ihre Umsetzung entsprechende Aufmerksamkeit und Begleitung benötigen. Vorschläge können während der »Tage der Utopie« deponiert und besprochen werden.

Junge Utopie – Mußestunden für Entwicklung
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Ein erklärtes Ziel der „Tage der Utopie“ ist es auch, Jugendliche an der gesellschaftlichen Entwicklung zu beteiligen und ihren Vorschlägen ein Forum der Auseinandersetzung und des aufmerksamen Zuhörens zu bieten. So treffen sich bereits im Vorfeld des Festivals Jugendliche und junge Erwachsene in einem Camp und begeben sich auf eine spannende gemeinsame Reise nach Utopia. Informationen zur Anmeldung finden sich online. Zudem werden unter dem Titel »freigeist – junge initiative arbogast« 20 Gratis-Tickets an junge Leute (16 bis 26 Jahre) für alle Festivalabende und Workshops vergeben. Nach dem Motto „first come, first serve“ empfiehlt sich eine frühe Anmeldung – ebenfalls auf der Website.

Das detaillierte Programm der “Tage der Utopie” 2017 – das neben den Vorträgen auch Dialoge, Workshops und Aufstellungen umfasst – findet sich auf www.tagederutopie.org.


Zukunft Stadt@GRÜNBAU BERLIN Forum für Stadtentwicklung lädt ins Marshallhaus ein @ Hallen 20 - 26, Messegelände, Berlin,
Apr 27 um 9:45 – 18:00


Nach der erfolgreichen Premiere vor zwei Jahren geht Zukunft Stadt@GRÜNBAU BERLIN am 27. April 2017 in die zweite Runde. Das Forum für Stadtentwicklung stellt erneut die „Stadt von morgen“ in den Mittelpunkt – ein Thema, das jeden Berliner, Dresdener oder Münchener gleichermaßen angeht. Kein Wunder also, dass die Referenten aus unterschiedlichen Teilen Deutschlands anreisen werden, um sich im Marshallhaus länderübergreifend auszutauschen.

Die Themenagenda der Kurzvorträge reicht von Inklusion auf Spielplätzen über Stadtbeleuchtung und -mobiliar bis hin zu Regenwassermanagement. Zwischendurch können ausstellende Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen im Pecha Kucha-Format vorstellen – das bedeutet 20 Folienbilder, die von den Rednern jeweils 20 Sekunden erklärt werden.
Das Veranstaltungskonzept richtet sich vor allem an kommunale Planer und Entscheider, Landschaftsarchitekten, Vertreter aus der Immobilien- und Wohnungswirtschaft sowie Wissenschaft und Forschung. Veranstalter sind die Messe Berlin gemeinsam mit den Fachzeitschriften Garten+Landschaft und Playground@Landscape.

Zukunft Stadt@GRÜNBAU BERLIN gehört zum Messekonzept der Ausstellung GRÜNBAU BERLIN, die als eigener Bestandteil in die bautec vom 20. bis 23. Februar 2018 integriert ist. Unter dem Motto Außenräume gestalten, bauen und pflegen präsentieren sich hier Hersteller, Dienstleister und Händler zum Thema Grüne Stadtentwicklung. Die am 27. April auf dem Forum behandelten Themen und Aufgaben werden dort im Rahmen der Vortragsreihen GRÜNBAU:TALKS und SPIELRAUM:TALKS aufgegriffen und vertieft.
Anmeldung unter

www.gruenbau-berlin.de

Kongressprogramm Zukunft Stadt@GRÜNBAU BERLIN
Dienstag, 27. April 2017, Marshallhaus, Berliner Messegelände
Zeit Thema
9.45 Begrüßung
Moderation: Uwe Rada, Redakteur der „taz“ und Buchautor
10.00 Aus Sicht des kommunalen Entscheiders: Inklusion – Was ist
das eigentlich?
Was steckt dahinter? Realisierung von Inklusion in Dresden
– in Sachen Spielplatz?!
Ute Eckardt, SB Planung/Spielplätze, Landeshauptstadt
Dresden, Geschäftsbereich Umwelt und Kommunalwirtschaft,
Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft Abt.
Planung/Entwurf/Neubau
10.45 Aus Sicht des Planers: Wie kann die Gestaltung eines
inklusiven Spielplatzes aussehen?
Praxis-Beispiele, Martina Hoff,
Landschaftsarchitekturbüro Hoff, Essen
11.30 – 11.45 Pause
11.45 Grün- und Freiräume in der Stadt der Zukunft
Peter Menke, Vorstand der Stiftung DIE GRÜNE STADT, stellt
die Bedeutung und den Wert von Grün- und Freiräumen in
Städten vor. Im Zuge einer anhaltenden Urbanisierung und
entsprechendem Flächendruck, Veränderungen durch den
Klimawandel, einer veränderten Mobilität und nicht zuletzt
demographischer Entwicklungen ist eine Integrierte, grüne
Stadtentwicklung wichtiger denn je.
12.30 Kurzvorträge von Unternehmen zur zukunftsfähigen Stadt im
Pecha Kucha Format
13.00 – 14.00 Mittagspause
14.00 Dem Wasser Raum geben
Über die funktionale und ästhetische Vernetzung von
Regenwassermanagement berichtet Dieter Grau, Ramboll
Studio Dreiseitl
14.45 Leuchtkraft
Erst Beleuchtung macht den städtischen Raum auch nachts
erlebbar. Licht im Außenraum vermag unschöne Bereiche im
öffentlichen Nahverkehr, dunkle Parkabschnitte und Unorte
wie beispielsweise Unterführungen in ansprechende
Aufenthaltsorte zu transformieren. Darüber, was Licht für
einen positiven Einfluss auf seine Umgebung hat und wie
Leuchten den Sicherheitsaspekt im Außenraum verbessern,
informiert der Sprecher Stiftung „Lebendige Stadt“ Gerhard
Fuchs
15.30 – 15.45 Kaffeepause
15.45 Stadt als Bühne
Wenn die Stadt eine Bühne wäre, wäre die Möbel wohl die
Protagonisten. Die Wahl des passenden Stadtmobiliars
entscheidet oft darüber, ob ein Stadtraum angenommen wird
oder nicht. Es muss nicht nur funktionieren, sondern auch
noch eine gute Figur machen. Doch was braucht der urbane
Raum an Objekten? Und wie sehen diese im 21. Jahrhundert
aus? Martin Rein-Cano, Topotek 1
16:30 Kurzvorträge von Unternehmen zur zukunftsfähigen Stadt im
Pecha Kucha Format
17:00 Get Together

bautec 2018
+++ Veranstaltungsort: Messegelände Berlin, Hallen 20 – 26,
Eingang Nord: Masurenallee, Palais am Funkturm und Eingang Halle 25,
Jafféstraße +++ bautec 2018 im Verbund mit GRÜNBAU BERLIN +++ An der
bautec 2016 nahmen 502 Aussteller aus 17 Ländern teil +++
www.bautec.com +++


Apr
28
Fr
2017
Tage der Utopie 2017 @ Bildungshaus St. Arbogast, Götzis / Vorarlberg
Apr 28 ganztägig


24. – 30. April 2017 (Mo – So) im Bildungshaus St. Arbogast, Götzis / Vorarlberg

Entwürfe für eine gute Zukunft – das Festival für visionäre Ansätze mit Vorträgen, Dialogen, Workshops, Aufstellungen, Morgenmeditation, Pausen und Neuer Musik

In der letzten Aprilwoche wird das Bildungshaus St. Arbogast in Götzis, Vorarlberg wieder zu einem Zentrum zukunftsweisender Ideen, Konzepte und Diskussionen. Unkonventionell vom Charakter und vielfältig von den Themen und Angeboten her gehören die Tage der Utopie zu den erfolgreichsten Bildungsevents im Bodenseeraum. Bereits zum 8. Mal lädt die biennal veranstaltete und mit dem Staatspreis für Erwachsenenbildung ausgezeichnete Tagung über 1.200 Teilnehmende zum regen Austausch in einzigartiger Atmosphäre. Allen Interessierten sei empfohlen, sich möglichst rasch Restkarten für das Festival zu sichern.

Eine Kernidee der Veranstaltungsreihe mit Vorbildwirkung ist das Entwerfen, Präsentieren und Diskutieren gesellschaftspolitischer Perspektiven auf eine wünschenswerte Zukunft hin. In der persönlichen Begegnung mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Bereichen eröffnet sich ein offener Dialog, der durch die spezielle Konzeption der Tagung intensiviert wird. So finden die allabendlichen Vorträge zunächst einen künstlerisch-kreativen Nachhall in den darauf abgestimmten Auftragskompositionen – während an den darauf folgenden Vormittagen die Entwürfe der Vortragenden diskutiert und in professionell begleiteten Kreis-Dialogen oder systemischen Aufstellungen schöpferisch erforscht werden.

Statt auf ein Generalthema wird bei den Tagen der Utopie stets auf ein buntes Mosaik von experimentellen Ansätzen, zukunftsweisenden Konzepten wie auch bereits bewährten, beispielgebenden Innovationen gesetzt. Es gilt, sich alternativen, bis dato ungeahnten, schlicht besseren Möglichkeiten zuzuwenden, wobei der Begriff der Utopie nicht als Rezept, sondern als Haltung, als ein Instrument für Entwicklung und Austausch verstanden wird.

„Die Utopie eröffnet durch ihren Unterschied zum Status quo ein produktives Vokabular für Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Gestaltung. Sie ist weniger das Ziel, als Schwung und Richtung sich aufzumachen. Der Weg entsteht immer beim Gehen. Aber es ist entscheidend, welchen geistigen Landschaften wir uns bewegen. Welche Bilder uns navigieren. Und ob wir uns vereinzelt oder in Gemeinschaft empfinden“, wie die Kuratoren Hans-Joachim Gögl und Josef Kittinger unterstreichen. Wenngleich die Entwürfe in die Zukunft weisen, spiegelt sich unter anderem auch der aktuelle gesellschaftspolitische Zeithorizont im Festivalprogramm, das wieder ein spannendes Themenspektrum aufweist.

Über gutes Leben in einem gelingenden Gemeinwesen

——————————————————————————–
Eröffnet wird der Vortragsreigen von Jos de Blok, dem Gründer des international Schule machenden mobilen Pflegemodells BUURTZORG, das die medizinisch-soziale Versorgung von Menschen zu Hause revolutionierte – so arbeiten bereits über 10.000 Pflegekräfte autonom und ­in selbstgemanagten Teams für mehr Menschlichkeit und weniger Bürokratie.

Am Dienstag folgt der Vortrag der Schriftstellerin und Integrationsexpertin Jagoda Marinić, die 2012 mit dem Aufbau des vorbildlich partizipatorischen IZ in Heidelberg begann – einem Welcome-Center für Neu-Heidelberger mit integrierter Ausländerbehörde, aber auch mit einem speziellen Kulturprogramm: „Von der Willkommenskultur zur Integrationskultur“.

Am Donnerstagabend referiert Friedrich Glasl, einer der renommiertesten Konfliktforscher und Mediatoren Europas, in Zusammenhang mit der Flüchtlingsintegration über die grundsätzlichen Bedingungen, durch die, auch in den Gastländern, Frieden geschaffen und erhalten werden kann – „Weil nur die Abwesenheit von Krieg allein noch nicht Frieden ist“.

Freitagabend reflektiert dann Verena Ringler, die Leiterin des Bereichs Internationale Verständigung der Stiftung Mercator in Deutschland, über individuelle, politische sowie gesellschaftliche Herausforderungen, um die Handlungsfähigkeit des gemeinsamen Europas zu befördern. Ihr Appell: „Wir sind immer noch jene, auf die wir gewartet haben.“

Abgeschlossen wird die Vortragsreihe am Samstagabend von Hartmut Rosa, der zu den meistdiskutierten Soziologen im europäischen Raum zählt. Sein zuletzt erschienenes Buch „Resonanz: Eine Soziologie der Weltbeziehung“ – so auch der Titel seines Vortrags – wurde 2016 mit dem „Tractatus“, dem Essay-Preis des Philosophicum Lech bedacht.

Utopia in Concert – Festspiel für ein All-Star-Ensemble
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Seit den ersten „Tagen der Utopie“ 2003 werden die präsentierten Zukunftsbilder von Neuer Musik begleitet, was mit zur unverwechselbaren Atmosphäre des Festivals beiträgt. So wurden jedes Mal Musikerinnen und Musiker eingeladen, die gesamte Woche vor Ort zu verbringen und auf die sechs Themenabende mit jeweils zwei eigens dafür komponierten Stücken zu reagieren sowie diese selbst uraufzuführen. Durch dieses besondere »Artist in Residence-Programm« entstanden freundschaftliche Beziehungen zu außergewöhnlichen KlangkünstlerInnen aus aller Welt, wobei es heuer mit Sämtlichen ein Wiedersehen gibt.

Am Mittwoch, den 26. April um 19 Uhr lädt das sich somit formierende All-Star-Ensemble aus rund 15 Jahren „Tage der Utopie“ zu einem Konzert, das zweifellos für ein einzigartiges Klangerlebnis garantieren dürfte. Zu hören sind: der in Paris lebende und aus Vorarlberg stammende, vielseitige Kontrabassist Peter Herbert, der international renommierte, teils in New York, teils in Vorarlberg lebende Jazzpianist Peter Madsen, die gefragte französisch-amerikanische Komponistin und Klarinettistin Carol Robinson, der aus Irland stammende, herausragende Bratschist Garth Knox, die gefeierte Avantgarde-Cellistin Frances-Marie Uitti sowie Pascal Contet, ein wahrer Meister der Improvisation auf dem Akkordeon.

WIRKstätten der Utopie – So kommt das Neue in die Welt
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Wirkung und Strahlkraft der »Tage der Utopie« haben immer wieder zu konkreten Unternehmungen inspiriert. Seit 2013 können Projekte eingereicht und dank Kooperation mit gemeinnützigen Stiftungen von der Vision bis hin zur praktischen Umsetzung mit professionellem Know-how begleitet und unterstützt werden. So entstand unter anderem 2013 das Konzept „Bänklehock – Ein Dorffest das sitzt“, das ausgehend von Nüziders mittlerweile von Gemeinden in ganz Österreich aufgegriffen wurde. Nachdem im Jahr 2015 eine Teilnehmerin die Idee einer »Schule des Lebens« (so der Arbeitstitel) entwickelt hatte, wurden sie und ihr Team von den WIRKstätten bei einer Machbarkeitsstudie unterstützt.

Im Oktober 2016 wurde aus der Schule des Lebens das »Kernjahr«, das derzeit als erste Pilotanwendung in Lochau läuft. Dabei handelt es sich um ein professionell begleitetes Orientierungsjahr für Jugendliche, die noch auf der Suche nach ihrem eigenen Weg sind. Auch 2017 laden die WIRKstätten wieder zum Vorbringen von innovativen Vorhaben und Ideen, die für ihre Umsetzung entsprechende Aufmerksamkeit und Begleitung benötigen. Vorschläge können während der »Tage der Utopie« deponiert und besprochen werden.

Junge Utopie – Mußestunden für Entwicklung
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Ein erklärtes Ziel der „Tage der Utopie“ ist es auch, Jugendliche an der gesellschaftlichen Entwicklung zu beteiligen und ihren Vorschlägen ein Forum der Auseinandersetzung und des aufmerksamen Zuhörens zu bieten. So treffen sich bereits im Vorfeld des Festivals Jugendliche und junge Erwachsene in einem Camp und begeben sich auf eine spannende gemeinsame Reise nach Utopia. Informationen zur Anmeldung finden sich online. Zudem werden unter dem Titel »freigeist – junge initiative arbogast« 20 Gratis-Tickets an junge Leute (16 bis 26 Jahre) für alle Festivalabende und Workshops vergeben. Nach dem Motto „first come, first serve“ empfiehlt sich eine frühe Anmeldung – ebenfalls auf der Website.

Das detaillierte Programm der “Tage der Utopie” 2017 – das neben den Vorträgen auch Dialoge, Workshops und Aufstellungen umfasst – findet sich auf www.tagederutopie.org.


Apr
29
Sa
2017
Tage der Utopie 2017 @ Bildungshaus St. Arbogast, Götzis / Vorarlberg
Apr 29 ganztägig


24. – 30. April 2017 (Mo – So) im Bildungshaus St. Arbogast, Götzis / Vorarlberg

Entwürfe für eine gute Zukunft – das Festival für visionäre Ansätze mit Vorträgen, Dialogen, Workshops, Aufstellungen, Morgenmeditation, Pausen und Neuer Musik

In der letzten Aprilwoche wird das Bildungshaus St. Arbogast in Götzis, Vorarlberg wieder zu einem Zentrum zukunftsweisender Ideen, Konzepte und Diskussionen. Unkonventionell vom Charakter und vielfältig von den Themen und Angeboten her gehören die Tage der Utopie zu den erfolgreichsten Bildungsevents im Bodenseeraum. Bereits zum 8. Mal lädt die biennal veranstaltete und mit dem Staatspreis für Erwachsenenbildung ausgezeichnete Tagung über 1.200 Teilnehmende zum regen Austausch in einzigartiger Atmosphäre. Allen Interessierten sei empfohlen, sich möglichst rasch Restkarten für das Festival zu sichern.

Eine Kernidee der Veranstaltungsreihe mit Vorbildwirkung ist das Entwerfen, Präsentieren und Diskutieren gesellschaftspolitischer Perspektiven auf eine wünschenswerte Zukunft hin. In der persönlichen Begegnung mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Bereichen eröffnet sich ein offener Dialog, der durch die spezielle Konzeption der Tagung intensiviert wird. So finden die allabendlichen Vorträge zunächst einen künstlerisch-kreativen Nachhall in den darauf abgestimmten Auftragskompositionen – während an den darauf folgenden Vormittagen die Entwürfe der Vortragenden diskutiert und in professionell begleiteten Kreis-Dialogen oder systemischen Aufstellungen schöpferisch erforscht werden.

Statt auf ein Generalthema wird bei den Tagen der Utopie stets auf ein buntes Mosaik von experimentellen Ansätzen, zukunftsweisenden Konzepten wie auch bereits bewährten, beispielgebenden Innovationen gesetzt. Es gilt, sich alternativen, bis dato ungeahnten, schlicht besseren Möglichkeiten zuzuwenden, wobei der Begriff der Utopie nicht als Rezept, sondern als Haltung, als ein Instrument für Entwicklung und Austausch verstanden wird.

„Die Utopie eröffnet durch ihren Unterschied zum Status quo ein produktives Vokabular für Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Gestaltung. Sie ist weniger das Ziel, als Schwung und Richtung sich aufzumachen. Der Weg entsteht immer beim Gehen. Aber es ist entscheidend, welchen geistigen Landschaften wir uns bewegen. Welche Bilder uns navigieren. Und ob wir uns vereinzelt oder in Gemeinschaft empfinden“, wie die Kuratoren Hans-Joachim Gögl und Josef Kittinger unterstreichen. Wenngleich die Entwürfe in die Zukunft weisen, spiegelt sich unter anderem auch der aktuelle gesellschaftspolitische Zeithorizont im Festivalprogramm, das wieder ein spannendes Themenspektrum aufweist.

Über gutes Leben in einem gelingenden Gemeinwesen

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Eröffnet wird der Vortragsreigen von Jos de Blok, dem Gründer des international Schule machenden mobilen Pflegemodells BUURTZORG, das die medizinisch-soziale Versorgung von Menschen zu Hause revolutionierte – so arbeiten bereits über 10.000 Pflegekräfte autonom und ­in selbstgemanagten Teams für mehr Menschlichkeit und weniger Bürokratie.

Am Dienstag folgt der Vortrag der Schriftstellerin und Integrationsexpertin Jagoda Marinić, die 2012 mit dem Aufbau des vorbildlich partizipatorischen IZ in Heidelberg begann – einem Welcome-Center für Neu-Heidelberger mit integrierter Ausländerbehörde, aber auch mit einem speziellen Kulturprogramm: „Von der Willkommenskultur zur Integrationskultur“.

Am Donnerstagabend referiert Friedrich Glasl, einer der renommiertesten Konfliktforscher und Mediatoren Europas, in Zusammenhang mit der Flüchtlingsintegration über die grundsätzlichen Bedingungen, durch die, auch in den Gastländern, Frieden geschaffen und erhalten werden kann – „Weil nur die Abwesenheit von Krieg allein noch nicht Frieden ist“.

Freitagabend reflektiert dann Verena Ringler, die Leiterin des Bereichs Internationale Verständigung der Stiftung Mercator in Deutschland, über individuelle, politische sowie gesellschaftliche Herausforderungen, um die Handlungsfähigkeit des gemeinsamen Europas zu befördern. Ihr Appell: „Wir sind immer noch jene, auf die wir gewartet haben.“

Abgeschlossen wird die Vortragsreihe am Samstagabend von Hartmut Rosa, der zu den meistdiskutierten Soziologen im europäischen Raum zählt. Sein zuletzt erschienenes Buch „Resonanz: Eine Soziologie der Weltbeziehung“ – so auch der Titel seines Vortrags – wurde 2016 mit dem „Tractatus“, dem Essay-Preis des Philosophicum Lech bedacht.

Utopia in Concert – Festspiel für ein All-Star-Ensemble
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Seit den ersten „Tagen der Utopie“ 2003 werden die präsentierten Zukunftsbilder von Neuer Musik begleitet, was mit zur unverwechselbaren Atmosphäre des Festivals beiträgt. So wurden jedes Mal Musikerinnen und Musiker eingeladen, die gesamte Woche vor Ort zu verbringen und auf die sechs Themenabende mit jeweils zwei eigens dafür komponierten Stücken zu reagieren sowie diese selbst uraufzuführen. Durch dieses besondere »Artist in Residence-Programm« entstanden freundschaftliche Beziehungen zu außergewöhnlichen KlangkünstlerInnen aus aller Welt, wobei es heuer mit Sämtlichen ein Wiedersehen gibt.

Am Mittwoch, den 26. April um 19 Uhr lädt das sich somit formierende All-Star-Ensemble aus rund 15 Jahren „Tage der Utopie“ zu einem Konzert, das zweifellos für ein einzigartiges Klangerlebnis garantieren dürfte. Zu hören sind: der in Paris lebende und aus Vorarlberg stammende, vielseitige Kontrabassist Peter Herbert, der international renommierte, teils in New York, teils in Vorarlberg lebende Jazzpianist Peter Madsen, die gefragte französisch-amerikanische Komponistin und Klarinettistin Carol Robinson, der aus Irland stammende, herausragende Bratschist Garth Knox, die gefeierte Avantgarde-Cellistin Frances-Marie Uitti sowie Pascal Contet, ein wahrer Meister der Improvisation auf dem Akkordeon.

WIRKstätten der Utopie – So kommt das Neue in die Welt
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Wirkung und Strahlkraft der »Tage der Utopie« haben immer wieder zu konkreten Unternehmungen inspiriert. Seit 2013 können Projekte eingereicht und dank Kooperation mit gemeinnützigen Stiftungen von der Vision bis hin zur praktischen Umsetzung mit professionellem Know-how begleitet und unterstützt werden. So entstand unter anderem 2013 das Konzept „Bänklehock – Ein Dorffest das sitzt“, das ausgehend von Nüziders mittlerweile von Gemeinden in ganz Österreich aufgegriffen wurde. Nachdem im Jahr 2015 eine Teilnehmerin die Idee einer »Schule des Lebens« (so der Arbeitstitel) entwickelt hatte, wurden sie und ihr Team von den WIRKstätten bei einer Machbarkeitsstudie unterstützt.

Im Oktober 2016 wurde aus der Schule des Lebens das »Kernjahr«, das derzeit als erste Pilotanwendung in Lochau läuft. Dabei handelt es sich um ein professionell begleitetes Orientierungsjahr für Jugendliche, die noch auf der Suche nach ihrem eigenen Weg sind. Auch 2017 laden die WIRKstätten wieder zum Vorbringen von innovativen Vorhaben und Ideen, die für ihre Umsetzung entsprechende Aufmerksamkeit und Begleitung benötigen. Vorschläge können während der »Tage der Utopie« deponiert und besprochen werden.

Junge Utopie – Mußestunden für Entwicklung
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Ein erklärtes Ziel der „Tage der Utopie“ ist es auch, Jugendliche an der gesellschaftlichen Entwicklung zu beteiligen und ihren Vorschlägen ein Forum der Auseinandersetzung und des aufmerksamen Zuhörens zu bieten. So treffen sich bereits im Vorfeld des Festivals Jugendliche und junge Erwachsene in einem Camp und begeben sich auf eine spannende gemeinsame Reise nach Utopia. Informationen zur Anmeldung finden sich online. Zudem werden unter dem Titel »freigeist – junge initiative arbogast« 20 Gratis-Tickets an junge Leute (16 bis 26 Jahre) für alle Festivalabende und Workshops vergeben. Nach dem Motto „first come, first serve“ empfiehlt sich eine frühe Anmeldung – ebenfalls auf der Website.

Das detaillierte Programm der “Tage der Utopie” 2017 – das neben den Vorträgen auch Dialoge, Workshops und Aufstellungen umfasst – findet sich auf www.tagederutopie.org.


Apr
30
So
2017
Tage der Utopie 2017 @ Bildungshaus St. Arbogast, Götzis / Vorarlberg
Apr 30 ganztägig


24. – 30. April 2017 (Mo – So) im Bildungshaus St. Arbogast, Götzis / Vorarlberg

Entwürfe für eine gute Zukunft – das Festival für visionäre Ansätze mit Vorträgen, Dialogen, Workshops, Aufstellungen, Morgenmeditation, Pausen und Neuer Musik

In der letzten Aprilwoche wird das Bildungshaus St. Arbogast in Götzis, Vorarlberg wieder zu einem Zentrum zukunftsweisender Ideen, Konzepte und Diskussionen. Unkonventionell vom Charakter und vielfältig von den Themen und Angeboten her gehören die Tage der Utopie zu den erfolgreichsten Bildungsevents im Bodenseeraum. Bereits zum 8. Mal lädt die biennal veranstaltete und mit dem Staatspreis für Erwachsenenbildung ausgezeichnete Tagung über 1.200 Teilnehmende zum regen Austausch in einzigartiger Atmosphäre. Allen Interessierten sei empfohlen, sich möglichst rasch Restkarten für das Festival zu sichern.

Eine Kernidee der Veranstaltungsreihe mit Vorbildwirkung ist das Entwerfen, Präsentieren und Diskutieren gesellschaftspolitischer Perspektiven auf eine wünschenswerte Zukunft hin. In der persönlichen Begegnung mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Bereichen eröffnet sich ein offener Dialog, der durch die spezielle Konzeption der Tagung intensiviert wird. So finden die allabendlichen Vorträge zunächst einen künstlerisch-kreativen Nachhall in den darauf abgestimmten Auftragskompositionen – während an den darauf folgenden Vormittagen die Entwürfe der Vortragenden diskutiert und in professionell begleiteten Kreis-Dialogen oder systemischen Aufstellungen schöpferisch erforscht werden.

Statt auf ein Generalthema wird bei den Tagen der Utopie stets auf ein buntes Mosaik von experimentellen Ansätzen, zukunftsweisenden Konzepten wie auch bereits bewährten, beispielgebenden Innovationen gesetzt. Es gilt, sich alternativen, bis dato ungeahnten, schlicht besseren Möglichkeiten zuzuwenden, wobei der Begriff der Utopie nicht als Rezept, sondern als Haltung, als ein Instrument für Entwicklung und Austausch verstanden wird.

„Die Utopie eröffnet durch ihren Unterschied zum Status quo ein produktives Vokabular für Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Gestaltung. Sie ist weniger das Ziel, als Schwung und Richtung sich aufzumachen. Der Weg entsteht immer beim Gehen. Aber es ist entscheidend, welchen geistigen Landschaften wir uns bewegen. Welche Bilder uns navigieren. Und ob wir uns vereinzelt oder in Gemeinschaft empfinden“, wie die Kuratoren Hans-Joachim Gögl und Josef Kittinger unterstreichen. Wenngleich die Entwürfe in die Zukunft weisen, spiegelt sich unter anderem auch der aktuelle gesellschaftspolitische Zeithorizont im Festivalprogramm, das wieder ein spannendes Themenspektrum aufweist.

Über gutes Leben in einem gelingenden Gemeinwesen

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Eröffnet wird der Vortragsreigen von Jos de Blok, dem Gründer des international Schule machenden mobilen Pflegemodells BUURTZORG, das die medizinisch-soziale Versorgung von Menschen zu Hause revolutionierte – so arbeiten bereits über 10.000 Pflegekräfte autonom und ­in selbstgemanagten Teams für mehr Menschlichkeit und weniger Bürokratie.

Am Dienstag folgt der Vortrag der Schriftstellerin und Integrationsexpertin Jagoda Marinić, die 2012 mit dem Aufbau des vorbildlich partizipatorischen IZ in Heidelberg begann – einem Welcome-Center für Neu-Heidelberger mit integrierter Ausländerbehörde, aber auch mit einem speziellen Kulturprogramm: „Von der Willkommenskultur zur Integrationskultur“.

Am Donnerstagabend referiert Friedrich Glasl, einer der renommiertesten Konfliktforscher und Mediatoren Europas, in Zusammenhang mit der Flüchtlingsintegration über die grundsätzlichen Bedingungen, durch die, auch in den Gastländern, Frieden geschaffen und erhalten werden kann – „Weil nur die Abwesenheit von Krieg allein noch nicht Frieden ist“.

Freitagabend reflektiert dann Verena Ringler, die Leiterin des Bereichs Internationale Verständigung der Stiftung Mercator in Deutschland, über individuelle, politische sowie gesellschaftliche Herausforderungen, um die Handlungsfähigkeit des gemeinsamen Europas zu befördern. Ihr Appell: „Wir sind immer noch jene, auf die wir gewartet haben.“

Abgeschlossen wird die Vortragsreihe am Samstagabend von Hartmut Rosa, der zu den meistdiskutierten Soziologen im europäischen Raum zählt. Sein zuletzt erschienenes Buch „Resonanz: Eine Soziologie der Weltbeziehung“ – so auch der Titel seines Vortrags – wurde 2016 mit dem „Tractatus“, dem Essay-Preis des Philosophicum Lech bedacht.

Utopia in Concert – Festspiel für ein All-Star-Ensemble
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Seit den ersten „Tagen der Utopie“ 2003 werden die präsentierten Zukunftsbilder von Neuer Musik begleitet, was mit zur unverwechselbaren Atmosphäre des Festivals beiträgt. So wurden jedes Mal Musikerinnen und Musiker eingeladen, die gesamte Woche vor Ort zu verbringen und auf die sechs Themenabende mit jeweils zwei eigens dafür komponierten Stücken zu reagieren sowie diese selbst uraufzuführen. Durch dieses besondere »Artist in Residence-Programm« entstanden freundschaftliche Beziehungen zu außergewöhnlichen KlangkünstlerInnen aus aller Welt, wobei es heuer mit Sämtlichen ein Wiedersehen gibt.

Am Mittwoch, den 26. April um 19 Uhr lädt das sich somit formierende All-Star-Ensemble aus rund 15 Jahren „Tage der Utopie“ zu einem Konzert, das zweifellos für ein einzigartiges Klangerlebnis garantieren dürfte. Zu hören sind: der in Paris lebende und aus Vorarlberg stammende, vielseitige Kontrabassist Peter Herbert, der international renommierte, teils in New York, teils in Vorarlberg lebende Jazzpianist Peter Madsen, die gefragte französisch-amerikanische Komponistin und Klarinettistin Carol Robinson, der aus Irland stammende, herausragende Bratschist Garth Knox, die gefeierte Avantgarde-Cellistin Frances-Marie Uitti sowie Pascal Contet, ein wahrer Meister der Improvisation auf dem Akkordeon.

WIRKstätten der Utopie – So kommt das Neue in die Welt
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Wirkung und Strahlkraft der »Tage der Utopie« haben immer wieder zu konkreten Unternehmungen inspiriert. Seit 2013 können Projekte eingereicht und dank Kooperation mit gemeinnützigen Stiftungen von der Vision bis hin zur praktischen Umsetzung mit professionellem Know-how begleitet und unterstützt werden. So entstand unter anderem 2013 das Konzept „Bänklehock – Ein Dorffest das sitzt“, das ausgehend von Nüziders mittlerweile von Gemeinden in ganz Österreich aufgegriffen wurde. Nachdem im Jahr 2015 eine Teilnehmerin die Idee einer »Schule des Lebens« (so der Arbeitstitel) entwickelt hatte, wurden sie und ihr Team von den WIRKstätten bei einer Machbarkeitsstudie unterstützt.

Im Oktober 2016 wurde aus der Schule des Lebens das »Kernjahr«, das derzeit als erste Pilotanwendung in Lochau läuft. Dabei handelt es sich um ein professionell begleitetes Orientierungsjahr für Jugendliche, die noch auf der Suche nach ihrem eigenen Weg sind. Auch 2017 laden die WIRKstätten wieder zum Vorbringen von innovativen Vorhaben und Ideen, die für ihre Umsetzung entsprechende Aufmerksamkeit und Begleitung benötigen. Vorschläge können während der »Tage der Utopie« deponiert und besprochen werden.

Junge Utopie – Mußestunden für Entwicklung
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Ein erklärtes Ziel der „Tage der Utopie“ ist es auch, Jugendliche an der gesellschaftlichen Entwicklung zu beteiligen und ihren Vorschlägen ein Forum der Auseinandersetzung und des aufmerksamen Zuhörens zu bieten. So treffen sich bereits im Vorfeld des Festivals Jugendliche und junge Erwachsene in einem Camp und begeben sich auf eine spannende gemeinsame Reise nach Utopia. Informationen zur Anmeldung finden sich online. Zudem werden unter dem Titel »freigeist – junge initiative arbogast« 20 Gratis-Tickets an junge Leute (16 bis 26 Jahre) für alle Festivalabende und Workshops vergeben. Nach dem Motto „first come, first serve“ empfiehlt sich eine frühe Anmeldung – ebenfalls auf der Website.

Das detaillierte Programm der “Tage der Utopie” 2017 – das neben den Vorträgen auch Dialoge, Workshops und Aufstellungen umfasst – findet sich auf www.tagederutopie.org.


Mai
3
Mi
2017
Die Stadt + Der Flughafen @ Deutsches Architektur Museum, Frankfurt am Main
Mai 3 um 21:00 – 21:30


Wo Frankfurt abhebt Wolfgang Voigt, Architekturhistoriker

www.dam-online.de

www.facebook.com/architekturmuseum


Jun
14
Mi
2017
Rosenserenade im Gesellschaftshaus des Palmengartens @ Palemngarten, Frankfurt am Main
Jun 14 um 19:00 – 21:00


Preview zu Ehren von Heinrich Siesmayer
Konzert von Marie-Elisabeth Hecker und Martin Helmchen am Abend vor der Eröffnung der Rosen-
Ausstellung im Palmengarten – Fortsetzung der Kooperation zwischen der Alten Oper Frankfurt
und dem Palmengarten Frankfurt

MITTWOCH, 14. JUNI 2017 | 19 UHR
PALMENGARTEN FRANKFURT, FESTSAAL DES GESELLSCHAFTSHAUSES

Ludwig van Beethoven Variationen für Violoncello und Klavier op. 66 „Ein Mädchen oder Weibchen“
Franz Schubert Sonate für Violoncello und Klavier a-Moll D 821 „Arpeggione Sonate“
Ludwig van Beethoven Variationen für Violoncello und Klavier Es-Dur WoO 46
„Bei Männern, welche Liebe fühlen“
Igor Strawinsky Suite Italienne für Violoncello und Klavier
MARIE-ELISABETH HECKER Violoncello
MARTIN HELMCHEN Klavier

Veranstalter: Palmengarten Frankfurt und Alte Oper Frankfurt
€ 15,- / 28,- / 34,- / 39,- (Endpreise)
Tickethotline: 069 / 13 40 400 ▪ www.alteoper.de
Start des Kartenvorverkaufs: 15. März 2017

Farben, Düfte, Klänge: Ein Abend für alle Sinne erwartet die Besucher des Palmengartens am
Mittwoch, 14. Juni 2017. Anlässlich der großen Rosen-Ausstellung laden der Palmengarten und die
Alte Oper Frankfurt zur Preview vor der offiziellen Ausstellungseröffnung in Kombination mit einem
Konzert ein und knüpfen mit dieser „Rosenserenade“ an die erfolgreiche Premiere ihrer
Zusammenarbeit vor zwei Jahren an.

Um 19.00 Uhr beginnt im Festsaal des Gesellschaftshauses der Kammermusikabend. Die Cellistin
Marie-Elisabeth Hecker und der Pianist Martin Helmchen spielen Werke von Beethoven, Schubert
und Strawinsky. Das Konzert ist eine Hommage an eine wichtige Frankfurter Persönlichkeit: Vor 200
Jahren wurde der Gärtner und Gartenarchitekt Heinrich Siesmayer geboren. Hunderte von Gartenund
Parkanlagen soll Siesmayer in der Rhein-Main-Region entworfen und realisiert haben – bekannt
2
aber wurde er vor allem durch den Frankfurter Palmengarten, mit dem er seine Vision eines
„Südpalasts“ mit einem Gesellschaftshaus für tropische Pflanzen realisierte und der seit dem Tag
seiner Eröffnung im März 1871 ein Publikumsmagnet ist, nicht nur für Frankfurter.

Sie sind Partner nicht nur im Leben, sondern auch auf dem Podium: Die Cellistin Marie-Elisabeth
Hecker und der Pianist Martin Helmchen bilden ein bestens aufeinander eingespieltes Duo, das
regelmäßig in den großen Konzertsälen etwa von Amsterdam, Barcelona, Berlin, Florenz, London,
Mailand, Paris, Wien, New York oder Tokio auftritt. Auch in der Alten Oper wurden sie bereits vor
vier Jahren für einen exquisiten gemeinsamen Kammermusikabend gefeiert. Eigens für die
Rosenserenade haben die beiden in Berlin lebenden Musiker ein ebenso unterhaltsames wie
anspruchsvolles Programm zusammengestellt. In dessen Zentrum steht Franz Schuberts Sonate a-
Moll D 821, die so genannte „Arpeggione-Sonate“, benannt nach einem heute in Vergessenheit
geratenen Instrument, das die Eigenschaften von Gitarre und Violoncello miteinander kombinierte.
Doch ob auf dem Arpeggione oder in der Fassung für Cello und Klavier: Die Sonate ist ein
Virtuosenstück, sie zeigt aber gleichzeitig, vor allem im lyrischen zweiten Satz, den Liedkomponisten
Schubert mit Gespür für weite Melodiebögen. Eingefasst wird die Arpeggione-Sonate durch zwei
Variationswerke Ludwig van Beethovens über Melodien aus Mozarts Zauberflöte für Violoncello und
Klavier – zum einen über die Arie des Papageno „Ein Mädchen oder Weibchen“, zum anderen über
das Duett von Papageno und Papagena „Bei Männern, welche Liebe fühlen“. Den Abschluss bildet
Igor Strawinskys Suite Italienne von 1932, für die der Komponist fünf Sätze aus seinem Pulcinella-
Ballett für Cello und Klavier bearbeitete.

Für die Besucher der „Rosenserenade“ öffnet der Palmengarten in der verlängerten Pause und nach
dem Konzert exklusiv die Rosenausstellung. Der Königin der Blumen widmet der Palmengarten
alljährlich seine aufwändigste Blumenschau, in diesem Jahr vom 15. bis zum 18. Juni. Zu Ehren von
Heinrich Siesmayer wird das Gestaltungsteam des Palmengartens diesmal die Beete und Gestecke
nach Vorbildern aus dem 19. Jahrhundert gestalten. So können die Besucher der Rosenserenade am
Vorabend der Eröffnung der Ausstellung eine stimmige Mischung von virtuosen Klängen im Festsaal
und farbenfroher Blumenpracht wie zu Lebzeiten des Palmengartengründers in den Galerien
genießen.


Jun
25
So
2017
Konzertreihe M13 @ Christuskirche, Frankfurt am Main
Jun 25 um 17:00 – 19:00


Seit 14 Jahren existiert im Frankfurter Nordend die Konzertreihe M 13 der Christuskirche am Merianplatz 13. Im Turnus von zwei bis drei Monaten öffnet die ev.-method. Kirchengemeinde sonntags um 17 Uhr für Künstler und Publikum ihre Türen. Der Eintritt ist frei. Spenden sind zur Deckung der Kosten willkommen.

Die Akustik im Kirchenschiff mit einer Deckenhöhe von sechs Metern bietet Raum für konzertante Anlässe. Die rotbraune Backsteinkirche wurde im Stil der Neo-Renaissance im Jahre 1889 erbaut. Neben Orgel, die zum Bestand zählt, ist auch Platz um einen großen Flügel aufzustellen und den Klang dafür zu entfalten.

Mit Beginn 2017 hat Christoph Wend die Leitung und Organisation der Konzertreihe an Regina Rumohr und Mareike Beckmann übergeben. Die Geigerin M. Beckmann spielt in mehreren Ensembles und R. Rumohr ist ehrenamtlich in der Christuskirche aktiv. Die beiden haben für 2017 ein spannendes Programm zusammengestellt. Zur Premiere spielte am 22. Januar die Camerata Kronberg mit Mareike Beckmann (Barock-Violine), Anna Dückert (Harfe und Geige), Christoph Seehase (Laute und Barockgitarre) und Brigitte Hertel (Virginal und Orgelpositiv).

Am 05. März um 17 Uhr spielt das Duo il Sogno. Cordula Schnorr (Querflöte) und Bettina Linck (Harfe) spielen Werke von Bach, Fauré, Rutter und Borne. Am 09. April gastiert die Sängerin Susanne Kanold mit ihrer Popband. Was sich hinter dem Ensemble Georg verbirgt, erfahren die Zuhörer am 03. Dezember 2017. Dazwischen gibt es Traditionelles wie die Ginnheimer Kantorei am 24. September, Ungewöhnliches wie das Trio Colori (25. Juni) und Vertrautes wie das Duo Schwab & Ahlert (05. November).

Mareike Beckmann berichtet: „Unser erstes Konzert, das wir unter dem Motto – von Katzen, Vögeln und Fröschen in der Musik – gestellt hatten, besuchten rund 60 Musikbegeisterte. Darunter befanden sich viele Familien, die ihren tierischen Spaß hatten.“ Mareike Beckmann sieht die Konzertreihe nicht in der Konkurrenz zu den vielfältigen kirchenmusikalischen Angeboten in Frankfurt. Sie betont: „Wir wollen unser Publikum vor allem mit Künstlern zusammenbringen, die in der Region wirken.“

Meldung:  EMK, Christuskirche, Merianplatz 13, 60316 Frankfurt


Sep
20
Mi
2017
21. Philosophicum Lech 2017
Sep 20 ganztägig


21. Philosophicum Lech von 20. bis 24. September 2017 stattfinden wird. Die Anmeldung ist ab 3. April 2017 online möglich.

Thema 2017:
„Mut zur Faulheit. Die Arbeit und ihr Schicksal“

Editorial zum 21. Philosophicum Lech

Mut zur Faulheit. Die Arbeit und ihr Schicksal Lech am Arlberg, 20. bis 24. September 2017

Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Dieser Satz des Paulus verbindet die protestantische Ethik mit der Arbeitspflicht in der ehemaligen Sowjetunion, die Ideologie des Neoliberalismus mit den Werten der Sozialdemokratie. Arbeit ist offenbar die entscheidende Quelle für Wohlstand, Wert und Würde des Menschen – ungeachtet der politischen Richtung. Auch die Kritiker der Leistungsgesellschaft kritisieren an dieser, dass in ihr nicht wirkliche Leistungen, also ehrliche Arbeit, sondern Spekulationen, Korruption, Erbschaften, Glück, kriminelle Machenschaften und Beziehungen honoriert würden.

Was aber ist Arbeit? Ist diese mit Erwerbsarbeit identisch? Und ist der Mensch tatsächlich von Natur aus ein Animal laborans, ein arbeitendes Wesen, das in eine Krise gerät, wenn es seinen Job verliert? Wäre dem so, könnten bald bittere Zeiten auf dieses Wesen zukommen. Digitalisierung und Automatisierung ersetzen immer mehr menschliche Arbeit, die Fabrikhalle, in der nur noch Roboter am Werk sind, ist längst keine Utopie mehr, und zunehmend werden auch qualifizierte Tätigkeiten durch intelligente Systeme ersetzt. Viele Menschen finden keine Arbeit mehr oder können von ihrer Arbeit nicht mehr leben. Trotzdem, daran zweifelt niemand, gibt es in dieser Welt genug zu tun.

Wäre es nicht an der Zeit, grundsätzlich über Wert und Wesen der Arbeit nachzudenken und auch anderen Handlungsmöglichkeiten und Existenzweisen des Menschen, von der in der Antike gefeierten Muße bis zur künstlerischen Kreativität, von der ästhetischen Kontemplation bis zur sozialen Kommunikation, von der beharrlichen Langsamkeit bis zur lasterhaften Faulheit wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken?

Beim 21. Philosophicum Lech werden renommierte Philosophen und Vertreter benachbarter Wissenschaften sich fragen, wieviel Mut es bedarf, um sich eine Welt zu denken, in der sich nicht alles um die Arbeit dreht, und mit dem Publikum darüber diskutieren.

Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann Wissenschaftlicher Leiter Philosophicum Lech

www.philosophicum.com

 


Sep
21
Do
2017
21. Philosophicum Lech 2017
Sep 21 ganztägig


21. Philosophicum Lech von 20. bis 24. September 2017 stattfinden wird. Die Anmeldung ist ab 3. April 2017 online möglich.

Thema 2017:
„Mut zur Faulheit. Die Arbeit und ihr Schicksal“

Editorial zum 21. Philosophicum Lech

Mut zur Faulheit. Die Arbeit und ihr Schicksal Lech am Arlberg, 20. bis 24. September 2017

Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Dieser Satz des Paulus verbindet die protestantische Ethik mit der Arbeitspflicht in der ehemaligen Sowjetunion, die Ideologie des Neoliberalismus mit den Werten der Sozialdemokratie. Arbeit ist offenbar die entscheidende Quelle für Wohlstand, Wert und Würde des Menschen – ungeachtet der politischen Richtung. Auch die Kritiker der Leistungsgesellschaft kritisieren an dieser, dass in ihr nicht wirkliche Leistungen, also ehrliche Arbeit, sondern Spekulationen, Korruption, Erbschaften, Glück, kriminelle Machenschaften und Beziehungen honoriert würden.

Was aber ist Arbeit? Ist diese mit Erwerbsarbeit identisch? Und ist der Mensch tatsächlich von Natur aus ein Animal laborans, ein arbeitendes Wesen, das in eine Krise gerät, wenn es seinen Job verliert? Wäre dem so, könnten bald bittere Zeiten auf dieses Wesen zukommen. Digitalisierung und Automatisierung ersetzen immer mehr menschliche Arbeit, die Fabrikhalle, in der nur noch Roboter am Werk sind, ist längst keine Utopie mehr, und zunehmend werden auch qualifizierte Tätigkeiten durch intelligente Systeme ersetzt. Viele Menschen finden keine Arbeit mehr oder können von ihrer Arbeit nicht mehr leben. Trotzdem, daran zweifelt niemand, gibt es in dieser Welt genug zu tun.

Wäre es nicht an der Zeit, grundsätzlich über Wert und Wesen der Arbeit nachzudenken und auch anderen Handlungsmöglichkeiten und Existenzweisen des Menschen, von der in der Antike gefeierten Muße bis zur künstlerischen Kreativität, von der ästhetischen Kontemplation bis zur sozialen Kommunikation, von der beharrlichen Langsamkeit bis zur lasterhaften Faulheit wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken?

Beim 21. Philosophicum Lech werden renommierte Philosophen und Vertreter benachbarter Wissenschaften sich fragen, wieviel Mut es bedarf, um sich eine Welt zu denken, in der sich nicht alles um die Arbeit dreht, und mit dem Publikum darüber diskutieren.

Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann Wissenschaftlicher Leiter Philosophicum Lech

www.philosophicum.com

 


Sep
22
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2017
21. Philosophicum Lech 2017
Sep 22 ganztägig


21. Philosophicum Lech von 20. bis 24. September 2017 stattfinden wird. Die Anmeldung ist ab 3. April 2017 online möglich.

Thema 2017:
„Mut zur Faulheit. Die Arbeit und ihr Schicksal“

Editorial zum 21. Philosophicum Lech

Mut zur Faulheit. Die Arbeit und ihr Schicksal Lech am Arlberg, 20. bis 24. September 2017

Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Dieser Satz des Paulus verbindet die protestantische Ethik mit der Arbeitspflicht in der ehemaligen Sowjetunion, die Ideologie des Neoliberalismus mit den Werten der Sozialdemokratie. Arbeit ist offenbar die entscheidende Quelle für Wohlstand, Wert und Würde des Menschen – ungeachtet der politischen Richtung. Auch die Kritiker der Leistungsgesellschaft kritisieren an dieser, dass in ihr nicht wirkliche Leistungen, also ehrliche Arbeit, sondern Spekulationen, Korruption, Erbschaften, Glück, kriminelle Machenschaften und Beziehungen honoriert würden.

Was aber ist Arbeit? Ist diese mit Erwerbsarbeit identisch? Und ist der Mensch tatsächlich von Natur aus ein Animal laborans, ein arbeitendes Wesen, das in eine Krise gerät, wenn es seinen Job verliert? Wäre dem so, könnten bald bittere Zeiten auf dieses Wesen zukommen. Digitalisierung und Automatisierung ersetzen immer mehr menschliche Arbeit, die Fabrikhalle, in der nur noch Roboter am Werk sind, ist längst keine Utopie mehr, und zunehmend werden auch qualifizierte Tätigkeiten durch intelligente Systeme ersetzt. Viele Menschen finden keine Arbeit mehr oder können von ihrer Arbeit nicht mehr leben. Trotzdem, daran zweifelt niemand, gibt es in dieser Welt genug zu tun.

Wäre es nicht an der Zeit, grundsätzlich über Wert und Wesen der Arbeit nachzudenken und auch anderen Handlungsmöglichkeiten und Existenzweisen des Menschen, von der in der Antike gefeierten Muße bis zur künstlerischen Kreativität, von der ästhetischen Kontemplation bis zur sozialen Kommunikation, von der beharrlichen Langsamkeit bis zur lasterhaften Faulheit wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken?

Beim 21. Philosophicum Lech werden renommierte Philosophen und Vertreter benachbarter Wissenschaften sich fragen, wieviel Mut es bedarf, um sich eine Welt zu denken, in der sich nicht alles um die Arbeit dreht, und mit dem Publikum darüber diskutieren.

Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann Wissenschaftlicher Leiter Philosophicum Lech

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